Lahore (Fides) – In Lahore wurde ein christlicher Friedhof geschändet und mehrere Gläubige brutal angegriffen. Wie die Anwältin Aneeqa Maria Anthony von der Organisation „The Voice Society“ erklärte, ereignete sich der Vorfall am vergangenen 18. April. Dabei wurden junge Christen, die ihre verstorbenen Angehörigen besuchten angegriffen. Dank der Unterstützung von „The Voice“, die den Verletzten Rechtsbeistand und medizinische Versorgung leistete, wurde am Tag nach dem Vorfall in Lahore Anzeige gegen neun Männer wegen versuchten Mordes, sexueller Belästigung und Schändung einer Kultstätte erstattet.
Der Angriff ereignete sich, als der junge Christ Pervez Masih eingriff, um christliche Mädchen zu verteidigen, die von jungen Muslimen beleidigt und belästigt wurden. Pervez Masihs Vater ist Friedhofswärter, und seine Familie kümmert sich um den christlichen Friedhof in Asif Town in Lahore. Der Friedhof wird täglich von christlichen Bürger Lahores aufgesucht, um ihrer Verstorbenen zu gedenken und für sie zu beten. Nebenan befindet sich eine Kirche, in der Gottesdienste, Trauermessen und Gebete stattfinden. Besucher, insbesondere Mädchen, werden immer wieder von jungen Muslimen aus der Nachbarschaft belästigt. Am 18. April eskalierte die Situation und mindestens neun Jugendliche drangen auf den Friedhof ein und beschädigten Gräber und Kreuze. Sie stachen wiederholt auf Pervez Masih ein und misshandelten die christlichen Frauen, indem sie sie schlugen und ihnen die Kleider vom Leib rissen.
Mitarbeitende von „The Voice Society“ setzen sich dafür ein, die Angreifer zur Rechenschaft zu ziehen und der christlichen Gemeinde Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Der Angriff, so Anthony, „stellt eine Schändung eines heiligen Ortes dar, ein religiös motiviertes Hassverbrechen, das die volle Anwendung des Gesetzes erfordert.“ Die Polizei hat unterdessen vier Verdächtige festgenommen, die Ermittlungen dauern an.
(PA) (Fides 22/4/2026)
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