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Vatikanstadt (Fides) – Millionen von Menschen, die aufgrund von Konflikten, Armut und Klimawandel gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, bilden das komplexe globale Szenario, in dem die Theologie im Studium der Migration eine entscheidende Rolle spielt, indem sie eine Perspektive bietet, anhand derer die die moralischen, ethischen und spirituellen Dimensionen des Phänomens untersucht werden können.
Dies wurde auf der internationalen Konferenz „Migration, a pilgrimage of hope” (Migration, eine Pilgerreise der Hoffnung) an der Päpstlichen Universität Urbaniana deutlich, die die Veranstaltung zusammen mit dem „Scalabrini International Migration Institute“ (Simi) und der Universität „Notre Dame“ und anderen organisiert hatte. Wissenschaftler, Theologen, religiöse Führer, Vertreter von NGOs, religiösen Organisationen und Vertreter von Migranten- und Flüchtlingsgemeinschaften aus aller Welt waren zusammengekommen, um die Schnittstellen zwischen Migration und Theologie zu erörtern und einen Raum für Reflexion und Dialog sowie konkrete pastorale Maßnahmen zu wichtigen Fragen des Phänomens wie Aufnahme, Schutz, Förderung und Integration zu bieten.
Die verschiedenen Referenten, die während der zweitägigen Tagung das Wort ergriffen, betonten, dass die Theologie wichtige Antworten liefern und die Grundsätze der Aufnahme, Solidarität und Menschenwürde fördern kann. Sie waren sich einig, dass durch den interreligiösen Dialog und die Vertiefung der christlichen Lehre Brücken des Verständnisses und der Unterstützung für Migranten und Flüchtlinge gebaut werden können, was zur Schaffung gerechterer und integrativerer Gesellschaften beitrage.
„Die Kirche ist nicht nur dazu aufgerufen, zu reagieren, sondern prophetisch präsent zu sein, indem sie Orte der Aufnahme, der menschlichen Förderung, Wege der Integration und Worte der Hoffnung bietet“, sagte Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen), und Großkanzler der Päpstlichen Universität Urbaniana. „Migration ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine außergewöhnliche Gelegenheit, die missionarische Begeisterung der Kirche zu erneuern und das Evangelium der Begegnung authentischer zu leben“, fügte der Kardinal hinzu, „Normalerweise denken wir bei Mission daran, an andere Orte als unsere eigenen zu gehen, und das ist auch richtig so. Aber durch die Migranten kommen verschiedene Teile der Welt miteinander in Kontakt und bieten neue Räume und ein neues Verständnis für die Mission.“
Kardinal Fabio Baggio, Untersekretär des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, schloss die ersten beiden Tage des Treffens ab, während für heute, den 23. Oktober, ein Besuch der Gruppe in der „Casa Scalabrini 634“, dem Sitz der Scalabrini-Hilfswerks für Zusammenarbeit und Entwicklung in Rom, wo Familien und junge Flüchtlinge aufgenommen werden, um schließlich mit einem Besuch im Borgo Laudato Sì das Treffen zu beenden.
(AP) (Fides 23/10/2025)