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o n g r e g a t i o n f ü r H e i l i g s p r e c h u n g
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Diözesen Yenchowfu und Bozen-Brixen
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r d i e H e i l g s p r e c h u n g d e
s S e l i g e n J o s e f F r e i n a d
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Ordenspriester der Gesellschaft des Göttlichen
Wortes (1852 – 1908)
Der Selige Josef Freinademetz wurde geboren am
15. April 1852 im Dorfe Oies in Val Badia, in der Provinz Bozen.
Nachdem er zum Priester der Diözese Brixen geweiht worden
war, versah er zwei Jahre lang den Pfarrdienst in St. Martin;
dann erhielt er vom Bischof die Erlaubnis, seiner missionarischen
Berufung zu folgen. Im Jahre 1878 trat er in die Gesellschaft
des Göttlichen Wortes ein, die der Selige Arnold Janssen
kurz vorher gegründet hatte. Von 1879 bis zu seinem Tode
entwickelte er eine intensive apostolische Tätigkeit in China,
indem er den Bevölkerungsgruppen jener Gegend in grosser
Liebe diente mit christlichem Eifer und Stärke unter Schwierigkeiten
und Gefahren. Im Rufe aussergewöhnlicher Heiligkeit beschloss
er sein irdisches Leben in Taikiachwang am 28. Jan. des Jahres
1908.
Papst Paul VI. hat ihn am 15. Oktober 1975 in die Schar der Seligen
aufgenommen.
Im Hinblick auf die Heiligsprechung hat der Postulator für
die Heiligsprechung dem Urteil der Kongregation für Heiligsprechungsprozesse
vor kurzem die wunderbare – wie gesagt wird – Heilung
eines jungen Mannes aus Japan, Jun Yamada, vorgelegt. Dieser wurde
am 16. Februar 1987, als er 24 Jahre alt war, wegen verschiedener
Beschwerden in ein Krankenhaus von Nagoya (Japan) eingeliefert,
wo nach einer Kranheitsdiagnose eine akute Leukämie (Typ
M 2), hervorgerufen durch einen Tumor im Rückgrat, festgestellt
wurde. Eine „Polychemotherapie“ wurde durchgeführt
zur Abwehr der Krankheit. Aber nach einem ersten Zyklus, wie man
sagt, wurde kein Fortschritt festgestellt. Deshalb wurde eine
andere Therapie eingeleitet, die darauf abzielte, der akuten lymphoplastischen
Leukämie abzuhelfen. Am 9. März desselben Jahres wurde
aus Untersuchungen des Labors eine Verminderung der weissen Blutkörperchen
festgestellt, der eine Verminderung der Widerstandskräfte
folgte, obwohl Bluttransfusionen durchgeführt wurden. Dann
hat der Kranke sich eine schwere Lungenentzündung zugezogen
mit Blutspucken aus der Lunge ; das Atmen wurde schwer (knapp)
und der Mangel an Sauerstoff schritt soweit fort, dass ein Stillstand
des Herzens befürchtet werden musste. Deshalb wurde ein Tubulus
in seinen Körper eingeführt und ihm Luft zugeführt
und er kam unter die Aufsicht der Pfleger in die Abteilung für
Intensivpflege; der Kranke war nun bewusstlos.
Am 13. März, als der Zustand des jungen Mannes hoffnungslos
war und man bereits sich Gedanken über sein Begräbnis
machte, hat ein Priester der Gesellschaft des Göttlichen
Wortes, der früher sein Lehrer gewesen war, eine Novene zum
seligen Josef Freinademetz angefangen, um auf seine Fürbitte
hin die Heilung seines früheren Schülers zu erlangen.
Ein anderer Priester derselben Ordensgemeinschaft feierte wiederholt
die hl. Messe aus dem gleichen Grund und erflehte die Vermittlung
des Seligen Josef.
Am 17. März verbesserte sich der Zustand des jungen Mannes,
am 19. März erlangte er das volle Bewusstsein und am 10.
April wurde aus Laboruntersuchungen bestätigt, dass die Leukämie
vollständig verschwunden war. Es folgte aber eine „mykotische“
Infektion (hervorgerufen von kleinen parasitären Pilzen)
und eine tuberkulöse Infektion aus dem Mangel an genügender
Widerstandkraft des Körpers. Ab Juli 1987 erlangte er wieder
schrittweise grössere Kräfte und am 30. September des
gleichen Jahres wurde er entlassen als einer, der zur Gesundheit
zurückgefunden hatte.
Über diesen Fall, der als Wunder angesehen wird, wurde bei
der Kurie von Nagoya eine diözesane Untersuchung eingeleitet,
deren rechtliche Gültigkeit durch Dekret vom 14. April 2000
anerkannt wurde. Am 10. Dezember des vergangenen Jahres hat der
Ärzterat anerkannt, dass die Heilung schnell, vollständig,
dauerhaft und von der Wissenschaft her unerklärlich zustande
gekommen sei. Am 18. Dezember wurde eine spezielle Versammlung
der „Beratenden Ärzte“ abgehalten und am 3. Dezember
fand die ordentliche Sitzung der Kardinäle und Bischöfe
statt im Beisein des Antragstellers (ponente) Josephus Zlatnanský,
tit. Bischof von Montefiascone. In beiden Versammlungen, sowohl
derjenigen der „Beratenden Ärzte“ als auch derjenigen
der Kardinäle und Bischöfe, wurde auf die Frage, ob
unzweifelhaft feststehe, dass man von einem göttlich gewirkten
Wunder sprechen könne, eine positive Antwort gegeben.
Nachdem schliesslich von all diesen Dingen durch den unterzeichnenden
Kardinal ein genauer Bericht gemacht worden war für den Summus
Pontifex Johannes Paul II. , ordnete seine Heiligkeit, welche
die Vota der Kongregation für Heiligsprechungen angenommen
und ratifiziert hatte, an, dass ein Dekret über die vorher
beschriebene wunderbare Heilung verfasst werde.
Nachdem dies ordnungsgemäss ausgeführt worden war, rief
der Heilige Vater den unterzeichnenden Kardinal, den Antragsteller
(ponente), mich, den bischöflichen Sekretär der Kongregation
und all die Leute herbei, die man für gewöhnlich dazu
einlädt, und vor ihnen gab er feierlich folgende Erklärung
ab : Es steht fest dass es sich um ein (echtes) Wunder handelt,
erlangt durch die Vermittlung des Seligen Josef Freinademetz,
Ordenspriester der Gesellschaft des Göttlichen Wortes, bei
der schnellen, vollständigen und dauernden Heilung des jungen
Mannes Jun Yamada von einer akuten Leukämie in Verbindung
mit - phänotypisch (im Erscheinungsbild) festgestellt - schweren
Komplikationen der Lunge, Mangel an Sauerstoff (ipossia) und Herzstillstand,
mit mikotischer und tuberkulöser Infektion infolge von Immunschwäche.
Seine Heiligkeit ordnete an, dass dieses Dekret publiziert werde
und zu den Akten der Kongregation für Heiligsprechungen gegeben
werde.
Rom, den 20. Dezember 2002
Josephus Card. Saravia Martins
Kardinalspräfekt
Eduardus Nowak
Archiep. tit. Lunensis , Sekretär |