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Seit nunmehr über 50 Jahren finden
am Welttag der Leprakranken zahlreiche Solidaritätsaktionen für
die Betroffenen statt. Der Weltlepratag wurde 1954 von Raoul Follereau
eingeführt, der die Bekämpfung von Lepra in einen Kontext
des Kampfes gegen jede Form und Ausgrenzung und Ungerechtigkeit eingliederte.
Im Kampf gegen die Krankheit und bei der Vorbeugung gegen eine Ansteckung
sowie im Bereich der Wiedereingliederung der Kranken in die Gesellschaft
engagieren sich auf der ganzen Welt zahlreiche Missionsinstitute sowie
religiöse und weltliche Organisationen. Die im Bereich der Leprabekämpfung
tätigen Verbände und deren Mitarbeiter versuchen im Rahmen
von Aufklärungskampagnen vor allem möglichst viele Menschen
über die Gründe der Krankheit und deren Auswirkungen, auch
auf gesellschaftlicher Ebene, aufzuklären. Dabei sollen vor allem
Vorurteile abgebaut werden, die seit jeher gegenüber Leprakranken
bestehen.
Wie aus den jüngsten zur Verfügung stehenden Daten hervorgeht,
ist die Zahl der neuen Leprafälle in der Zeit von 1996 bis 2000
gestiegen und dies zu einem Zeitpunkt an dem ein Großteil der
Länder die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebenen
Ziel erfüllt hatte. Auf den ersten Blick scheint die Zahl der
neu diagnostizierten Fälle nach 2001 wieder zu sinken, doch betrachtet
man die Situation genauer, so wird deutlich, dass in vielen Ländern
Programme zur Leprakrankung eingestellt wurden und damit keine konkreten
Daten mehr zur Verfügung stehen. Im Wesentlichen ist die Gefahr
einer Krankheitsübertragung in den meisten südlichen Ländern
der Welt mehr oder weniger gleich bleibend.
Weltweit wurden im Jahr 2002 insgesamt 534.311 Leprapatienten behandelt
und 620.672 Neuansteckungen registriert. Wie aus dem Statistischen
Jahrbuch der Kirche hervorgeht, befinden sich weltweit 678 Leprastationen
in Trägerschaft der katholischen Kirche in denen 817.321 Patienten
betreut werden.
Nach jüngsten Angaben der WHO wurden im Jahr 2002 insgesamt 48.248
neue Fälle in Afrika diagnostiziert, 39.939 in Amerika, 4.665
im Nahen Osten, 520.632 in Südostasien, 7.154 in den anderen
asiatischen Ländern und im Pazifik, 34 in Europa.
Zum Weltlepratag wird der Fidesdienst am Donnerstag, den 22. Januar
ein Dossier mit Daten und Informationen sowie zum Engagement der Kirche
im Bereich der Leprabekämpfung veröffentlichen. (AP) (Fidesdienst,
20.01.2004 ) |