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WISSENSCHAFT UND MEDIZIN - AFRIKA/SUDAN - Traumata, Gewalt und Kindersterblichkeit nehmen in der westsudanesischen Region Darfur zu. Zwei Drittel der Betroffenen sind Kinder und Frauen.

Rom (Fidesdienst) - Wie das Büro des Kinderhilfswerks UNICEF in Khartum mitteilt, sterben jeden Monat tausende Kinder an den Folgen von Krankheiten, die durch eine angemessene Prävention vermieden oder durch eine Behandlung geheilt werden könnten, oder infolge der Gewalt bei Überfällen auf die Aufnahmelager in der westsudanesischen Region Darfur.
Die Sterblichkeitsrate unter den Flüchtlingen ist 10mal höher als bei der restlichen Bevölkerung im Sudan: jeden Monat sterben zwischen 6.000 und 10.000 Menschen an den Folgen des Konflikts.
Gegenwärtig sind rund 1,5 Millionen Zivilisten direkt oder indirekt von der gegenwärtigen Krise betroffen: über 1,2 Millionen Personen wurden aus ihren Heimatdörfern in der westsudanesischen Region Darfur vertrieben. Weiter 190.000 Menschen flüchteten vor der Gewalt in den benachbarten Tschad, wo weitere Flüchtlinge erwartet werden. Zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen und Kinder.
Unterdessen leben die Menschen in den Flüchtlingslagern unter äußerst extremen Bedingungen: Nachts sinken die Temperaturen auf unter null Grad, sauberes Trinkwasser steht nur in geringen Mengen zur Verfügung, Lebensmittel und andere lebenswichtige Güter sind nicht in ausreichendem Maß vorhanden, sanitäre Einrichtungen sind mangelhaft und die hygienischen Bedingungen erhöhen das Risiko des Ausbruchs von Epidemien und Krankheiten, die zusammen mit der Mangelernährung zu einem dramatischen Anstieg der Kindersterblichkeit führen.
Das Kinderhilfswerk UNICEF hat in der Region bereits Krankenstationen eingerichtet und versorgt die Kinder mit Lebensmitteln, Impfungen, Trinkwasser, Schulzelten und Lehrbüchern. Kinder, die infolge der Gewalt traumatisiert wurden, erhalten psychiatrische Unterstützung. Doch gegen die verheerenden und unmenschlichen Bedingungen unter denen tausende Frauen und Kinder leben, die Opfer von Missbrauch und Gewalt werden können auch das große humanitäre Engagement kaum etwas ausrichten. (AP) (Fidesdienst, 25/10/2004 - 27 Zeilen, 276 Worte)

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