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EUROPA/ITALIEN - HINTER DROGENKONSUM VERBIRGT SICH MEIST DIE SEHNSUCHT NACH LIEBE, EIN STILLES LEIDEN, EINE INNERE SCHWÄCHE UND EINE MANGELNDE ERZIEHUNG ZUM LEBEN

Rom (Fidesdienst) – Beim Internationalen Symposium unter dem Motto „Sich um den anderen kümmern: Drogenabhängigkeit zwischen Erfahrung und Moral“, das vom 23. bis 25. Juni in Rom stattfand, wurden zahlreiche Themen behandelt. In seiner Schlussansprache wies der Präsident des Italienischen Verbandes Therapeutischer Gemeinschaften (FICT), Pfarrer Egidio Smacchia auf die Notwendigkeit hin, mehr über den Menschen nachzudenken und das Problem der Drogenabhängigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten. Die FICT hat als Forschungseinrichtung und Zentrum für Therapie und Rehabilitation stets großflächig gearbeitet und seine Mitarbeiter zur Fortbildung und Spezialisierung angeregt und die verschiedenen Formen der Abhängigkeit berücksichtigt. Im Mittelpunkt des Symposiums stand deshalb der Mensch und dessen Unbehagen.
„Das Symposium wollte eine Gelegenheit zur Überwindung der Gleichgültigkeit gegenüber diesen Problemen bieten und daran erinnern, dass junge Menschen und ihre Potentialitäten nur durch eine weit verbreitete Vorbeugungs- und Erziehungsarbeit in allen Bereichen – Familie, Schule, Sport und Politik – gefördert werden können“ so der FICT-Präsident. „Jungen Menschen kann nicht geholfen werden, wenn man nicht berücksichtigt, dass sich hinter dem Drogenkonsum die Sehnsucht nach Liebe, ein stilles Leiden, eine innere Schwäche und eine mangelnde Erziehung zum Leben verbirgt.“ Die Person müsse deshalb aktiv an ihrer Rehabilitation beteiligt werden und lernen, sich um sich selbst zu kümmern, damit sie Tag für Tag das eigenen Leben meistern kann. Darin bestehe die schwierige und anstrengende Arbeit der Betreuer, die Jungendliche begleiten sollen, die den anderen oft mit Feindseligkeit und Misstrauen betrachten.
„Mit der Person und für die Person Arbeiten“, so der FICT-Präsident abschließend, „an ihre Fähigkeiten glauben und Schwierigkeiten nicht als Hindernis sondern als Ansporn betrachten: sich um andere kümmern, die nicht so sind wie ich, darin besteht die wahre Herausforderung“
(AP) (Fidesdienst, 26/6/2003 – 27 Zeilen, 292 Worte)

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