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AFRIKA/LIBERIA - MONROVIA UNTER KANONENBESCHUSS. KIRCHE TUT IHR MÖGLICHSTES, UM DER VOM KRIEG BETROFFENEN BVÖLKERUNG ZU HELFEN, WÄHREND VIELE HILSFORGANISATIONEN DAS LAND VERLASSEN

Monrovia (Fidesdienst) – Die Gefechte zwischen der Armee des Staatspräsidenten Taylor und den LURD-Rebellen in der liberianischen Hauptstadt Monrovia wurden am 25. Juni wieder aufgenommen. „Man hört Kanonenschüsse aus der anderen Seite der Stadt“, berichtete ein Missionar gegenüber dem Fidesdienst, „wahrscheinlich schießen die Soldaten des Präsidenten, die versuchen, den Vormarsch der LURD-Einheiten zu stoppen, die die Stadt seit Tagen belagern“.
Die humanitäre Situation verschlechtert sich stündlich. „Überall auf den Straßen sieht man Menschen auf der Flucht aus den Vierteln in denen gekämpft wird. Oft werden sie von den Soldaten ihres wenigen Hab und Guts beraubt. Die Soldaten werden schon seit Wochen nicht bezahlt und holen sich von der Zivilbevölkerung, was sie brauchen“, so der Beobachter.
Die meisten Hilfsorganisationen haben unterdessen Liberia aus Sicherheitsgründen verlassen. „Hilfsmaßnahmen für die Zivilbevölkerung müssen nun von der Kirchen ergriffen werden“, so der Missionar, „die liberianische Caritas tut ihr Möglichstes, doch wir sind an der Grenze des menschlich Machbaren angelangt. Außerdem bleibt auch die Kirche vom Krieg nicht verschont. Die Pfarreien in den Stadtrandvierteln, in denen die Gefechte stattfinden, wurden geplündert.“
„Positiv ist nur, dass der Hafen noch offen ist und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (PAM) die Menschen weiterhin mit Lebensmitteln versorgt.“
(LM) (Fidesdienst, 25/6/2003 – 21 Zeilen, 216 Worte)

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