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EUROPA/POLEN - EUROPÄISCHE KIRCHEN ZUM THEMA SCHÖPFUNGSVERANTWORTUNG: BILDUNG UND KONKRETE INITIATVEN SIND GEFRAGT, DENN „ES KANN KEINEN FRIEDEN ZWISCHEN DEN MENSCHEN GEBEN OHNE FRIEDEN MIT DER NATUR“

Breslau (Fidesdienst) - Rund 60 Delegierte aus 22 Ländern haben an der Konsultation zu Umweltfragen teilgenommen, die vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) in Kooperation mit der Erzdiözese Breslau organisiert wurde. Sie fand in Breslau vom 15. bis 18. Mai 2003 auf Einladung von Weihbischof Janiak statt und stand unter der Leitfrage „Bildung für Schöpfungsverantwortung und nachhaltige Entwicklung“. Die Hauptbeiträge wurden präsentiert von: Patrick Kelly, Erzbischof von Liverpool, Gerhard Martens, Universität Köln und Erzbischof Diarmuid Martin, seit kurzem Bischofskoadjutor von Dublin und Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO in Genf.
Die Versammlung hat deutlich gemacht, dass die Lösung der globalen ökologischen Probleme nur durch einen grundlegenden Bewusstseinswandel erreicht werden kann. Notwendig ist eine „ökologische Bekehrung“ in der Einheit von Sachwissen und Sinnwissen. Dabei kommt den Kirchen eine besondere Kompetenz und Aufgabe zu. Die Erfahrungen zeigen, dass Umweltbildungsprozesse dann erfolgreich verlaufen, wenn sie mit konkreten Aktionen verknüpft werden. Durch Projekte des Umweltschutzes kann die Kirche an Glaubwürdigkeit gewinnen und zugleich Zeugnis geben von ihrem Schöpfungsglauben. Die Berichte aus den Ländern Europas haben eine große Vielfalt von kirchlichen Initiativen zur Umweltbildung gezeigt. So sind z.B. an einer Reihe von katholischen Universitäten Studiengänge zu Umweltschutz entstanden und Materialien für den Religionsunterricht erarbeitet worden. Zahlreiche Klöster haben eine Vorreiterrolle für nachhaltige Lebensstile übernommen.
Hinsichtlich einer globalen Verantwortung kann es nach Ansicht der Versammlungsteilnehmer „keinen Frieden zwischen den Menschen geben ohne Frieden mit der Natur. Kriege sind immer auch ökologische Katastrophen. Der Kampf um die knapper werdenden Ressourcen, insbesondere das Wasser, kann Ursache für neue Kriege werden. Deshalb ist Umweltschutz ein zentrales Handlungsfeld präventiver Friedenspolitik“. In der Bildung für ein globales Verantwortungsbewusstsein sieht die Versammlung deshalb eine unabdingbare und vordringliche Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Hier kann die Kirche als älteste globale Institution Wesentliches beitragen, da sie ein weltweites Netzwerk von Beziehungen ist und zugleich auf lokaler Ebene tätig wird. Für die künftige Weiterarbeit soll vom 3. - 6. Juni 2004 eine weitere Konsultation der Umweltbeauftragten der europäischen Bischofskonferenzen in Belgien stattfinden.
(SL) (Fidesdienst 20/5/2003 – 34 Zeilen, 353 Worte)



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