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AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - „DIE VEREINTEN NATIONEN SOLLTEN VERSUCHEN INTERESSENNETZWERKE, DIE SICH HINTER DEN AFRIKANISCHEN KRIEGEN VERBERGEN, ZU SPRENGEN“ APPELL DER KATHOLISCHEN UNIVERSITÄT KINSHASA

Kinshasa (Fidesdienst) – Waffengeschäfte und Finanzhilfen, die zum Fortdauern der afrikanischen Kriege beitragen, müssen gesprengt werden. Mit diesem Appell wenden sich die Teilnehmer des Studienseminars der Fakultät für Wirtschaft und Entwicklung der Katholischen Fakultät Kinshasa (FCK) an die Vereinten Nationen. Das Seminar zum Thema „Lösungen für die bewaffneten Konflikte und Entwicklung in Afrika“ fand vom 7. bis 10. Mai in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo statt. Die Teilnehmer weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass vermieden werden muss, dass Afrika zu einem Ort für Waffenexperimente externer Mächte wird, die die verschiedenen Guerillabewegungen in Afrika finanzieren.
Deshalb bitten die Seminarteilnehmer die Vereinten Nationen die Schirmherrschaft einer Konferenz der Länder der Afrikanischen Großen Seen (Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Burundi und Uganda) zu übernehmen. Eine solche Konferenz sollte zur endgültigen Beilegung der Kontroversen zwischen den verschiedenen Ländern beitragen.
Von der Regierung der Demokratischen Republik Kongo wird unterdessen die Förderung regionaler Allianzen zur Gewährleistung der Sicherheit von Menschen und Gütern gefordert. Die Verantwortlichen der Plünderungen und illegaler Ausbeutung der Ressourcen des Kongo sollen strafrechtlich verfolgt werden.
An die Afrikanische Union wenden sich die Veranstaltungsteilnehmer mit der Bitte um Engagement für wahre politische, wirtschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit der Mitgliedsstaaten.
Eine Schlussbotschaft zu den Seminararbeiten wurden der Mission der Vereinten Nationen im Kongo (MONUC) und den Regierungen der Demokratischen Republik Kongo, Belgiens, Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens und der Vereinten Nationen zugesandt.
(LM) (Fidesdienst 15/5/2003 – 26 Zeilen, 244 Worte)

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