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Bagdad (Fidesdienst) - "Die Kinder im Irak wollen wieder
in die Schule gehen", so P. Nizar Semaan, ein syrischer Priester
aus der Diözese Ninive. "Während der 20 Kriegstage
waren meine Gedanken vor allem bei den irakischen Kindern",
so Pfarrer Nizar, "die infolge der anhaltenden Bombenangriffe
nicht schlafen konnten; und nach Kriegsende habe ich mir überlegt,
wie sie wohl ihren Tag verbringen. Es gibt für sie weder
Videospiele noch Vergnügungsparks, wie sie die Kinder in
westlichen Ländern kennen". Pfarrer Nizar war jedoch
überrascht, als er im Gespräch mit den Kindern im Irak
erfuhr, dass sie wieder in die Schule gehen möchten. "Dabei
kam mir in den Sinn, dass sie Recht haben, wenn sie sich nicht
überlegen ob sie etwas zum Essen oder Anziehen haben, denn
ein demokratischer Irak wird vor allem gut ausgebildete Bürger
brauchen und die Schule ist damit eine grundlegende Voraussetzung
für die Wiedergeburt".
"Heute habe ich deshalb Anlass zur Freude", so der irakische
Pfarrer weiter, "denn die Schulen in meiner Stadt (Karakosh,
etwa 20 Kilometer südlich von Mossul, mit 25.000 christlichen
Einwohnern) sind die Schulen seit drei Tagen wieder geöffnet
und die Schüler konnten in ihre Klassen zurückkehren,
wo sie von ihren Lehren mit großer Zuneigung unterrichtet
werden. Dies stellt den Wunsch der Christen nach einer Rückkehr
zur Normalität unter Beweis: es handelt sich um einen wichtigen
Schritt für den Aufbau eines neuen Irak. Die von dieser Stadt
bewiesene Willensstärke gründet mit Sicherheit auch
in der Kraft des auferstandenen Christus: auf ihm gründet
die Zuversicht und die Hoffnung auf einen besseren Irak".
(LM) (Fidesdienst 28/4/2003 - Zeilen, Worte)
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