portal kongregation p.m. urbano athenäen urbaniana fides heilige stuhl
testata banner mongolia
 
 HOME ITALIANO ESPAÑOL ENGLISH FRANÇAIS PORTUGUÉS DEUTSCH CHINESE
Evangelium
Heilige
Päpstliches Lehramt
Kongregation
Päpstliche Missionswerke
Urbaniana-Universität
Arbeitshilfen
Animation
Statistiken
Zeugen
Martyrologium
Heiliges Jahr 2000
Kirchenleben
Missionare
Religiöse Institute
Bewegungen & Verbände
Katholische Universitäten
Kultur
Geschichte
Kunst
Kino/Fotos
Radio & T V
Musik
Poesie
Heiligkeit
Technologie
Geographie
360° Nachrichten
Dossiers
Hintergrund
Interviews
Erzählungen
Rezensionen
Für unsere Kleinsten
VATIKAN/SELIGSPRECHUNGEN AM 27. APRIL - MARIA DOMENICA MONTOVANI (1862-1934): IN DER SCHULE DER HEILIGEN FAMILIE

Vatikanstadt (Fidesdienst) - Maria Domenica Mantovani wurde am 12. November 1862 als erstes von vier Geschwistern in Castelletto di Brenzone (Varese, Norditalien) geboren und am darauffolgenden Tag getauft. Bereits nach der Grundschule musste sie die Schule abbrechen, da sie sehr arme Eltern hatte. Doch die mangelnde schulische Ausbildung glich sie mit ihrer Intelligenz, ihrem starken Willen und ihrem ausgeprägten Sinn für das Praktische aus. Bereits als Kind widmete sie sich dem Gebet und war an allem interessiert, was mit Gott zu tun hatte. Grundlage ihres tiefen religiösen Empfindens war das Vorbild der Eltern und Verwandten, die einfache, tüchtige, ehrliche und tief gläubige Menschen waren.
Ihr Zuhause, die Schule und die Kirche waren das Umfeld, das ihren Charakter prägte und die Richtung für ihr ganzes Leben bestimmte. Ihre gesamte Jugend bis zum Alter von dreißig Jahren verbrachte sie bei der Familie. Bereits als Kind versuchte unter Gleichaltrigen apostolisch zu Wirken und diese durch gute Lektüre und ihr eigenes Vorbild heranzubilden.
Als sie 15 Jahre alt war, kam der selige Giuseppe Nascimbeni nach Catelletto, wo er zu erst als Lehrer und später als Pfarrer tätig war. Er wurde zu ihrem geistlichen Begleiter und Maria Domenica gehörte bald zu seinen wichtigste Helferinnen bei der vielfältigen Arbeit in der Pfarrgemeinde: sie war eine Leitfigur für die jungen Gemeindemitglieder und widmete sich mit großem Eifer dem Katecheseunterricht und kümmerte sich um Arme und Kranke.
Maria Domenica verehrte in besondere Weise die heilige Jungfrau und Gottesmutter und legte selbst am 8. Dezember 1886 das Gelübde der Keuschheit ab. Der selige Giuseppe Nascimbeni bat sie um ihre Mithilfe bei der Gründung der Kongregation der Kleinen Schwestern von der Heiligen Familie (6. November 1892): auf diese Weise wurde sie zu deren Mitgründerin und erste Ordensobere. Bei der Tätigkeit in der Pfarrgemeinde und bei der Ordensleitung war die Dienerin Gottes dem Ordensgründer eine einzigartige Hilfe. Stets war sie ihm treu ergeben und versuchte all seine Pläne und Wünsche zu verwirklichen. Sie trug auch wesentlich zum Entstehen der Konstitution des Ordens bei, die sich an den Regeln des Drittordens des hl. Franz von Assisi inspirierte. Ihre Mitarbeit trug zusammen mit dem Zeugnis von einem beispielhaften Leben entscheidend zur Ausdehnung und zur Entwicklung des Institutes bei.
In den Schriften der Dienerin Gottes werden ihre Eigenschaften einer guten und liebevollen Mutter, einer weisen und erleuchteten Lehrerin deutlich, die zum Wohl der anderen manches Mal auch sehr anspruchsvoll war. Nach dem Tod des Ordensgründers führte sie mit großer Tugend, Umsicht, Willensstärke und Verantwortungsbewusstsein die Leitung des Institutes fort.
Noch vor ihrem Tod wurde die Konstitution des Institutes gebilligt. Inzwischen gehörten der Kongregation rund 1200 Schwestern an, die in 150 Niederlassungen in ganz Italien und im Ausland apostolisch und karitativ tätig waren. Bis zu ihrem Tod fürhrte die Dienerin Gottes ein heiligmäßiges Leben, wobei sie sich vor allem durch Tugend und Bescheidenheit auszeichnete. Am 2. Februar 1934 starb sie nach kurzer Krankheit.
Heute gehören der Kongregation etwa 940 Schwestern an, die in 150 Gemeinschaften leben und sich der Familienpastoral, der Erziehung, der Alten- und Krankenpflege und den verschiedenen Formend des Apostolats der Neuevangelisierung annehmen. Die Schwestern sind in Italien und in der Schweiz (Europa), in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay (Lateinamerika) sowie in Angola (Afrika) tätig. (SL) (Fidesdienst 24/4/2003 - 47 Zeilen, 540 Worte)

Previous Index Next
 

Palazzo "de Propaganda Fide" - 00120 - Città del Vaticano Tel. +39-06-69880115 - Fax. +39-06-69880107 - e-mail: fides@fides.va © AGENZIA FIDES