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Hongkong (Fidesdienst) - "Es herrscht ein Klima der Angst,
doch man übt sich in gegenseitiger Solidarität",
so beschreibt der in Hongkong tätige Regionalobere des Päpstlichen
Institutes für die Außenmission (PIME), Pater Dino
Doimo, die Atmosphäre in Hongkong, angesichts der zunehmenden
Ausbreitung der Epidemie der gefährlichen Lungenkrankheit
SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome).
Pater Doimo erklärt weiter: "Wohnhäuser, in denen
es Krankheitsfälle gibt, werden der Stadtverwaltung umgehend
gemeldet. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass der Alarm
von Hongkong ausgegangen war. Die ersten Daten zu SARS wurden
auf einer Website veröffentlicht, die vier junge Männer
aus Hongkong ins Internet gestellt haben. Viele sind frustriert,
weil sie nicht wissen, was man tun kann, man fühlt sich wie
von einer Art Nebel umgeben. Gleichzeitig versucht man, wieder
ein normales Leben zu führen, wobei jedoch alle notwendigen
Vorsichtmaßnahmen ergriffen werden."
Angesichts der SARS-Epidemie widmen sich die christlichen Gemeinden
in Hongkong vermehrt dem Gebet: "Christen beten den Rosenkranz
am Telefon und müssen dadurch nicht auf das gemeinsame Gebet
verzichten", so Pater Doimo. "In den Pfarreien kamen
in der Osterzeit mehr Gläubige zu den liturgischen Feiern
als in anderen Jahren: einerseits weil viele, die sonst an Ostern
nach China fahren, dieses Jahr in Hongkong geblieben sind; anderseits
weil die Menschen in einer Zeit der Prüfung und der Ungewissheit
und manchmal der Verzweiflung vermehrt bei Gott Zuflucht suchen.
"Verzweifelt sind vor allem auch Kranke, die wenn sie in
das Krankenhaus eingeliefert werden, keine Besuche von Angehörigen
empfangen dürfen und auch im Todesfall ohne den Beistand
und den Trost eines Angehörigen, Freundes oder Geistlichen
bleiben.", so der Missionar weiter. Die Regierung untersagt
auch Geistlichen den Zugang zu den Krankenhäusern. Unterdessen
erstellt die Diözese Hongkong derzeit eine Liste von Priestern,
die, nach Absprache mit der Regierung, SARS-Kranken die Krankensalbung
erteilen können.
Abschließend weist Pater Doimo auf die drohende Gefahr des
wirtschaftlichen Zusammenbruchs hin: "Der Flughafen von Hongkong
arbeitet derzeit nur mit einem Drittel seiner Kapazitäten.
Restaurants bleiben leer, der Fremdenverkehr ist zurückgegangen,
in den Bereichen Transport und Handel hat es einen nie da gewesenen
Rückgang des Geschäftsumfangs gegeben. Doch die chinesische
Bevölkerung bewältigt diese Notlage mit der führ
sie typischen Schmerzresistenz. Wir sind sicher, dass diese Menschen
auch diese Prüfung bestehen werden. Die Sonne scheint in
Hongkong immer noch." (PA) (Fidesdienst, 23/4/2003 - 36 Zeilen,
389 Worte)
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