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Karachi (Fidesdienst) - Wenn Lepra heute in Pakistan besiegt
werden konnte, dann ist dies auch ihr Verdienst: die deutsche
Missionsschwester Ruth Pfau von den Töchtern vom Herzen Maria
wurde mit dem nach dem Gründer des Staates benannten pakistanischen
"Ali Jinnah"-Preis ausgezeichnet. Damit wurde sie für
ihren Kampf gegen Lepra gewürdigt, dem die Ordensschwester
ihr ganzes Leben lang mit Hingabe für den Menschen gewidmet
hat.
Der Preis wurde ihr am 11. April in Karachi von Dr. Abdul Hafeez
Shaikh, Senatsmitglied und Mitglied der "Jinnah Society"
überreicht, der sich in seiner Ansprache bei der Schwester
für ihr "Engagement im Kampf gegen des Leid der Menschheit"
bedankten bei dem sie "viele Hindernisse überwunden
hat, auf die sie auf ihrem Weg gestoßen war". Ihre
Arbeit habe "das Land zu einem sicheren und lebenswerten
Ort gemacht". Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte
bereits 1996 erklärt, dass die Lepra in Pakistan "unter
Kontrolle" sei. Damit hatte sich Pakistan als erstes asiatisches
Land von dieser Krankheit befreit.
Schwester Ruth erinnerte daran, dass ihre Arbeit nur aufgrund
der liberalen Einstellung des Landesvaters, Ali Jinnah, möglich
gewesen sei, der einen säkularen und auf Fortschritt, Freiheit,
Entwicklung und Wohl der Bevölkerung gründenden Staat
geschaffen habe.
Schwester Ruth, die bereits in der Vergangenheit von der pakistanischen
Regierung gewürdigt worden war, gab bekannt, sie werde mit
dem mit der Auszeichnung verbundenen Geldpreis in Höhe von
50.000 Dollar eine Stiftung für alte Eltern all jener gründen,
die ihr Leben der Betreuung von Leprakranken in Pakistan gewidmet
haben. Diese Menschen kommen oft aus armen Familien. (PA) (Fidesdienst
15/4/2003 - 25 Zeilen, 258 Worte)
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