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Bagdad (Fidesdienst) - "Ostern 2003 ist für die Christen
im Irak ein Fest der Erwartung, der Hoffnung und der großen
Träume", erklärt der syrische Priester Nizar Semaan
aus der Diözese Ninive gegenüber dem Fidesdienst. "Dieses
Osterfest fällt mit der Geburt eines neuen Irak zusammen,
von dem noch niemand weiß, wie er aussehen wird. Die Botschaft,
mit der ich mich an die Christen in den westlichen Ländern
wenden möchte lautet: Lasst uns nicht im Stich!. Alle Christen
in Irak wünschen sich ein vereintes, freies und demokratisches
Land, einen laizistischen Staat, der alle Religionen respektiert
unabhängig von der Zahl ihrer Mitglieder, ein Land in denen
verschiedene Kulturen und Traditionen einen Reichtum darstellen.
Wir irakische Christen möchten unseren Kult ohne Einschränkung
und mit gleichen Rechten und Pflichten wie alle anderen Bürger
des Irak feiern können. Dies bedeutet auch, dass wir die
Möglichkeit haben, in einer neuen Regierung und in einem
neuen Parlament vertreten zu sein. Aus diesem Grund engagieren
wir uns für politischen Pluralismus und Demokratie".
Im Irak leben insgesamt rund 800.000 Christen, etwa 3% der Gesamtbevölkerung.
Dabei handelt es sich um Katholiken und Orthodoxe. 70% der irakischen
Christen sind Chaldäer. Die katholische Gemeinde im Irak
setzt sich aus vier verschiedenen Riten zusammen: der chaldäische
Ritus, der lateinische Ritus, der armenische Ritus und der syro-katholische
Ritus. Weitere
Informationen zu den Religionen im Irak enthält ein Fides-Dossier,
das unter www.fides.org. zugänglich ist.
(LM) (Fidesdienst, 16/4/2003 - Zeilen, Worte)
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