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AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - DER VERGESSSENE KRIEG IM KONGO IST DER SCHWERSTE KONFLIKT SEIT DEM ZWEITEN WELTKRIEG: ÜBER DREI MILLIONEN OPFER SEIT 1998

Kinshasa (Fidesdienst) - "In den viereinhalb Jahren seit Beginn des Krieges in der Demokratischen Republik Kongo starben mehr Menschen als bei jedem anderen Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg", heißt es in einem Bericht des Hilfswerks International Rescue Committee mit Sitz in New York. Wie aus dem Bericht hervorgeht sind seit 1998 bis zum November 2002 durch den Krieg mindestens 3,3 Millionen Menschen gestorben, bei denen es sich größtenteils um indirekte Opfer des Krieges handelt. 85% der Toten starben an Krankheiten, die heilbar wären, wenn es im Land noch eine medizinische Basisversorgung gäbe. Durch den Krieg wurden die Infrastrukturen des Landes größtenteils zerstört, weshalb die Bevölkerung oft sich selbst überlassen bleibt und keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung hat.
Auch im vergangenen Jahr starben zwar weiterhin viele Menschen an Krankheiten, doch der Anteil der Menschen, die Opfer von Gewalt wurden, ging im Vergleich zu den ersten drei Kriegsjahren um rund 90% zurück.
Während die Blicke der ganzen Welt auf den Irak gerichtet sind, gehen in der Demokratischen Republik die Gefechte weiter. Anfang April starben bei einem Massaker in Ituri im Nordosten des Landes mindestens tausend Menschen. Bei der Generalaudienz am Mittwoch, den 9. April, erinnerte auch Papst Johannes Paul II. an das Drama des Kongo und ähnlichen Situationen in andern afrikanischen Ländern wie Uganda, Ruanda, Burundi und Sudan. (LM) (Fidesdienst, 11/4/2003 -22 Zeilen, 237 Worte)

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