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ASIEN/IRAK - "WIR HOFFEN, DASS IN EINEM NEUEN DEMOKRATISCHEN IRAK PLATZ FÜR ALLE SEIN WIRD, OHNE RELIGIÖSE, ETHNISCHE ODER POLITISCHE DISKRIMINIERUNG". EIN AUGENZEUGENBERICHT AUS DEM IRAK

Bagdad (Fidesdienst) - Dem Fidesdienst liegen weitere Berichte über die Situation in den christlichen Dörfern um Mosul (Nordirak) vor. Im Gespräch mit dem Fidesdienst erklärt ein irakischer Priester: "Es scheint als ob man in die Zeit der christlichen Urgemeinden zurückgekehrt wäre. Jeder hilft jedem. Flüchtlinge aus Bagdad kommen völlig mittellos hier an. Dies hat umgehend Solidarität entstehen lassen. Wer Platz hat, nimmt ganze Familien oder zumindest ein oder zwei Personen auf, je nach den eigenen Möglichkeiten. Es sind auch Gruppen freiwilliger Helfer entstanden, rund 200 bis 300 an der Zahl, die in den Dörfern Lebensmittel und Kleider sammeln und diese Hilfsmittel dann unter den Flüchtlingen verteilen. Es werden gemeinsame Mahlzeiten zubereitet, die auch Gelegenheit zum gemeinsamen Gebet und zum Zusammensein bieten."
"Dank dieser Art von Solidarität", so der irakische Priester weiter, "können irakische Christen weiterhin im Irak bleiben. Dies ist sehr wichtig, wenn man bedenkt, dass 70% der jungen Christen akademische Grade, zum Teil auch auf höchstem Niveau, besitzen und damit auch die Möglichkeit besäße außerhalb des Landes Arbeit zu finden. Wir hoffen, dass in einem neuen demokratischen Irak Platz für alle sein wird, ohne religiöse, ethnische oder politische Diskriminierung." (LM) (Fidesdienst 10/4/2003 - 22 Zeilen, 241 Worte)

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