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Antananarivo (Fidesdienst) - "Die Regierung wurde vom neuen
Staatspräsidenten beauftragt, Maßnahmen zur Förderung
einer raschen und nachhaltig Entwicklung zu ergreifen, die die
Armut im Land in den kommenden 10 Jahren auf die Hälfte reduzieren
sollen", mit diesen Worten stellte Premierminister Jacques
Sylla den Entwicklungsplan seiner Regierung für Madagaskar
vor. Es handelt sich um einen für das Land, das erst vor
kurzem aus einer schweren politischen Krise herausgefunden hat,
wichtigen Schritt. Nach den Präsidentenwahlen vom Dezember
2001 war es zu Auseinandersetzungen zwischen dem mit absoluter
Mehrheit (50% plus eine Stimme) gewählten neuen Präsidenten
Marc Ravalomanana und dem ehemaligen Präsidenten Didier Ratsiraka
gekommen, da Letzterer die Macht nicht abgeben wollte. Nach monatelangen
Spannungen und Gefechten zwischen den Anhängern der beiden
Konkurrenten, an denen auch ausländische Söldner beteiligt
waren, konnte die Krise im Juli letzten Jahres mit der Ausreise
des heute in Paris lebenden Ratsirakas, beigelegt werden.
Nach Angaben von Premierminister Sylla "lag die Armutsrate
im Jahr 2001 bei 70%". "Es gibt Unterschiede zwischen
Stadt und Land, zwischen den verschiedenen Regionen und zwischen
Männern und Frauen", erklärt er.
"Zum Beispiel", so der Premierminister weiter, "konnte
die ländliche Bevölkerung nicht von der Verbesserung
der Wirtschaftslage profitieren, weshalb auf dem Land 85% der
Menschen der Kategorie der Armen angehören".
"Um dieser Situation entgegenzuwirken gibt es im Regierungsprogramm
sechs große Prioritäten", so erläutert Premierminister
Sylla die Einzelheiten seines Programms, "gute Regierungsführung,
Entwicklung und Infrastrukturen und insbesondere Straßen,
Gesundheit, Bildung, Förderung des Privatsektors. Gute Regierungsführung
ist auch Voraussetzung für die Entwicklung unseres Landes,
die vom Wachstum abhängt und für das Wachstum sind Investitionen
notwendig. Dies kann nur im Rahmen von Sicherheit, Transparenz
und ohne Korruption geschehen. Die Entwicklung von Infrastrukturen
für Transport und Kommunikation schafft durch die bessere
Zirkulation von Gütern, Dienstleistungen und Personen eine
weitere Voraussetzung für die Entwicklung. Gesundheitswesen
und Erziehung sind wichtig, weil es ohne gesunde und gut ausgebildete
Bürger keine Entwicklung geben kann. Der Privatsektor verdient
als Motor des Wachstums besonderes Interesse." (LM) (Fidesdienst
3/4/2003 - 34 Zeilen, 330 Worte)
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