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Vatikanstadt (Fidesdienst) - "Bei verschiedenen Anlässen
habe ich all jenen meine Wertschätzung zum Ausdruck gebracht,
die sich in der Kirche dem Sakrament der Buße widmen: der
katholische Priester ist in Wahrheit an erster Stelle Diener des
heilbringenden Opfers Christi in der Eucharistie und Diener der
göttlichen Vergebung im Sakrament der Buße. Gerne gehe
ich bei dieser Gelegenheit insbesondere auf die bevorzugte Beziehung
zwischen dem Priesteramt und dem Sakrament der Versöhnung
ein, das vom Priester vor allem mit Glauben und Bescheidenheit
und mit überzeugter Häufigkeit empfangen werden sollte",
so Papst Johannes Paul II. in seiner Ansprache an die Teilnehmer
des von der Apostolischen Pönitentiarie versanstalteten Fortbildungskurses
am 28. März im Vatikan.
"Als Diener des Sakraments der Buße ist der Priester,
im Bewusstsein der wertvollen Gnade, die in seine Hände gelegt
wurde, verpflichtet den Gläubigen die sorgende Vergebung
anzubieten ohne dabei die eigene Zeit knapp zu bemessen oder den
Gläubigen hart oder kühl zu behandeln", so der
Papst weiter. "Gleichsam soll er die Vergebung ohne ideologische
Varianten oder willkürliche Entscheidung sondern entsprechend
der wahren kirchlichen Lehre gewähren
Insbesondere
möchte ich die Aufmerksamkeit auf den verpflichtenden Bezug
zum Lehramt der Kirche lenken, wenn es um jene komplexen Probleme
geht, die im bioethischen Bereich und bei moralischen und kirchenrechtlichen
Normen innerhalb der Ehe entstehen
Alle, die im Namen Gottes
und der Kirche dieses schwierige Amt ausüben, sind verpflichtet
keine persönlichen Urteile zu fällen oder auszusprechen,
die nicht der Lehre und der Verkündigung der Kirche entsprechen."
Abschließend betonte der Heilige Vater, dass "das Sakrament
der Buße, wenn es richtig erteilt und empfangen wird, stets
ein wichtiges Instrument auf dem Weg der Berufung ist", wobei
der geistliche Begleiter dem Priesteramtskandidaten nicht nur
"Erkenntnis, sondern auch das Vorbild des eigenen Lebens"
anbieten sollte. Der
vollständige Wortlaut der Ansprache des Heiligen Vaters ist
in Italienisch zugänglich unter www.fides.org. (SL) (Fidesdienst
31/3/2003 - 31 Zeilen, 331 Worte)
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