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Für unsere Kleinsten
IN DER FINSTERNIS DER WELT AUF DER SUCHE NACH DEM LICHT, DAS NICHT ENTTÄUSCHT - von Pater Giorgio Vito, Missionar in Ruanda (Nyanza)

Das Evangelium nach Johannes stellt uns auf eindringliche Weise dem Dilemma der Wahl zwischen Licht und Finsternis gegenüber und stellt verbittert fest, dass die Menschen oft dem Licht die Finsternis vorziehen. Die Symbolik der Begriffe ist leicht zu versehen, schwieriger ist es damit übereinzustimmen, was im Leben Licht und Finsternis bedeutet. Jesus spricht oft von einer Welt, die zu ihm im Gegensatz steht, und meint damit diejenigen, die eine gegenteilige Auffassung vom Konzept des Lichts und der Finsternis vertreten.
Es liegt an uns, das als Licht zu betrachten, was Gegenstand unseres täglichen Bemühens ist: materieller Wohlstand, Genuss der Sinne, nutzlose Eitelkeit oder Errungenschaften der Intelligenz. Doch dies ist das Missverständnis, das im Herrn Verbitterung hervorruft. Er verurteilt die wahren Sehnsüchte des Menschen nicht, doch er zeigt ihnen ein höheres Licht und ist verbittert, wenn der Mensch sich Illusionen hingibt, wenn er als Licht empfindet, was ihn nicht aus seiner undurchsichtigen Ungewissheit befreit.
Die Vorliebe des Menschen für die Finsternis war stets ein Geheimnis der Menschheitsgeschichte und sie ist dies auch für uns aufgrund des Zwiespalts, der uns seit jeher innewohnt. Doch es wäre unverzeihlich, würden wir nicht nach dem einzigen Licht suchen, das uns nicht enttäuscht. P. Giorgio Vito
(Fidesdienst 31/3/2003 - 20 Zeilen, 221 Worte)

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