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AFRIKA - EIN VERSCHWIEGENER KRIEG UND STEIGENDE FLÜCHTLINGSZAHLEN

Kinshasa (Fidesdienst) - Im Osten der Demokratischen Republik Kongo (RDC) kommt es weiterhin zu Gefechten. Unterdessen liegen dem Fidesdienst Daten der Ortskirche zur Situation der Flüchtlinge vor, die im rund 60 Kilometer von Liberu, der Hauptstadt der Region Kivu, entfernt gelegenen Kanyabayonga Zuflucht suchen. Die Flüchtlinge kommen aus folgenden Orten: Pinga (5971), Peti (1804), Masagna (1556), Kaliba (1322), Misau (276), Kalehe (596). Diese Menschen werden ausschließlich von der Ortskirche und insbesondere von der zuständigen Caritas-Zentrale betreut, die Aufnahmelager bereitstellt und Lebensmittel, Kleidung und andere lebensnotwendige Güter verteilt.
In der Region Ituri weiter im Norden des Landes löste unterdessen die Ankündigung eines erneuten Militärschlags eine Fluchtwelle unter den Einwohner der Stadt Bunia aus, die Anfang März von den ugandischen Truppen eingenommen worden war, wobei die von anderen ausländischen Truppen unterstützten Kämpfer der UPC (Union des Patriotes Congolais) aus der Stadt vertrieben worden waren. "Bisher hat es noch keine Gefechte gegeben", berichten Missionare gegenüber dem Fidesdienst, "doch die Menschen haben Angst vor einem neuen Krieg und flüchten deshalb in die Wälder".
In Ituri sind bei blutigen Kämpfen zwischen den Mitgliedern des Hama-Volkes und den Angehörigen des Lendu-Volkes seit 1999 mindestens 50.000 Menschen gestorben, über 500.000 mussten ihre Wohnungen verlassen. Der Konflikt wurde von den Anführern der bewaffneten politischen Gruppierungen geschürt, die um die politische und militärische Kontrolle der Region kämpfen. Die Region Ituri ist reich an Gold- und Erdölvorkommen sowie Edelhölzern, die die Interessen von einheimischen und ausländischen Unternehmen anziehen, die ihrerseits die Kriegführenden finanzieren.
Unterdessen werden am 1. und 2. April in Sun City (Südafrika) weitere Gespräche zwischen den kongolesischen Parteien stattfinden. Im Rahmen dieses Treffens sollen ein am 17. Dezember unterzeichnetes globales Abkommen und ein weiterer Text zur Sicherheit und zu Reformen der Streitkräfte und der Verfassung formell gebilligt werden. (LM) (Fidesdienst, 28/3/2003 - 30 Zeilen, 296 Worte)

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