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AMERIKA/MEXIKO - UNSERE HOFFNUNG IST EIN SOLIDARISCHES AMERIKA OHNE AUSGRENZUNG

BOTSCHAFT DES 15. LATEINAMERIKANISCHEN CARITAS-KONGRESSES UND DER 2. KONTINENTALEN CARITAS-TAGUNG ZUR SOZIALSEELSORGE
Mexico City (Fidesdienst) - Zum Abschluss des 15. Lateinamerikanischen Caritas-Kongresses und der 2. Kontinentalen Caritas-Tagung zur Sozialseelsorge, die vom 19. bis 24. März beim Sitz der Mexikanischen Bischofskonferenz stattgefunden hat, haben Teilnehmer aus Kanada, USA, Europa und der Karibik sowie aus allen lateinamerikanischen Ländern eine Botschaft mit dem Titel "Unsere Hoffnung: ein solidarisches Amerika ohne Ausgrenzung" formuliert. In der Botschaft wird darauf hingewiesen, dass der lateinamerikanische Kontinent "mit Schmerz in seinem alltäglichen Leben und in den Strukturen den Einfluss einer Form des Kapitalismus erfährt, der dazu führt, dass sich die Ressourcen, die nach dem Plan Gottes für das Wohl aller bestimmt sind, in den Händen weniger konzentrieren". Außerdem bekräftigen die Kongressteilnehmer: "Wir sind uns bewusst, dass Gewalt auch durch wirtschaftspolitische Maßnahmen geschieht, die Hoffnung und Anspruch auf ein würdiges Leben verwehren. Deshalb möchten wir durch gemeinsames Engagement Wirtschaftssysteme entstehen lassen, die das Leben fördern und zu gerechten wirtschaftlichen und politischen Maßahmen führen, die tatsächlich dem Wohl des Volkes und vor allem der Bedürftigsten dienen".
Neben den zahlreichen Schwierigkeiten, die oft Mutlosigkeit hervorrufen können, nannten die Kongressteilnehmer auch Zeichen der Hoffnung:
" Verschiedenen Organisationen engagieren sich für eine nachhaltige und unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten ausgeglichene Entwicklung, die neue Beziehungen auf der Grundlage solidarischer Wirtschaftssysteme entstehen lässt;
" Soziale Bewegungen lehnen mutig eine Wirtschaftsvision ab, die auf der Anwendung von Marktgesetzen gründet, die moralischen Normen widersprechen und den Menschen erdrücken;
" Kirchliche Einrichtungen unterstützen das Engagement für eine andere Welt, in der, auf der Grundlage der Logik der sozialen Gerechtigkeit und der Solidarität, verteilt und geteilt wird.
In der Botschaft wird auch daran erinnert, dass die amerikanischen Völker in schwierigen Situationen und am Abgrund der Verzweiflung stets fähig waren, die Dynamik der Nächstenlieben umzusetzen. Deshalb dürfe man auch angesichts "unmenschlicher Armut" nicht aufgeben: "Solidarität ist Quelle des Lebens in allen armen Gemeinden des Landes". "Wir dürfen auch angesichts von Gewalt nicht aufgeben", heißt es weiter, "Wir müssen intensiv dafür arbeiten, dass die Globalisierung der Solidarität mit den Waffen des Friedens, der Gerechtigkeit, der Wahrheit, der Wiedergutmachung und der Geschwisterlichkeit möglich wird." Die Teilnehmer weisen auch auf die Bedeutung des Dialogs zwischen den Völkern des Südens und des Nordens entsprechend des so oft von Papst Johannes Paul II. zum Ausdruck gebrachten Wunsches hin. Als wichtig bezeichnen sie auch die vorrangige Rolle der Frauen des Kontinents als Zeuginnen der Zärtlichkeit und der Stärke der Liebe Gottes. (RZ) (Fidesdienst 27/3/2003 - Zeilen, Worte)

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