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Nairobi (Fidesdienst) - Wie können die Verbrechen der Vergangenheit
bewältigt werden? Diese Frage stellen sich viele in Kenia
nachdem durch der jüngste Wahlsieg des neuen Staatspräsidenten
Mwai Kibaki die 40jährige Herrschaft der Kenya African National
Union (LANU) beendet wurde, die das Land seit der Unabhängigkeit
im Dezember 1963 bis zur Wahl im Dezember 2002 regierte.
Zur öffentlichen Debatte äußerte sich auch Erzbischof
Raphael Ndingi mwana a Nzeki von Nairobi in einem am 24.
März in der Tageszeitung "East African Standard"
erschienen Artikel, in dem er unter anderem die Einberufung einer
Kommission für Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung
fordert. "Den Bürgern Kenias wurde auf verschiedene
Weise Schaden zugefügt und der beste Weg zur Wiedergutmachung
dieser Schäden ist die Wahrheit: Verantwortliche und Befürworter
dieser dämonischen Handlungen müssen angeklagt werden",
so der Erzbischof. Insbesondere erinnerte er an verschiedene immer
noch ungeklärte mysteriöse Mordfälle und nannte
in diesem Zusammenhang den Mord an dem Regierungsmitglied Robert
Ouko im Februar 1990 und an dem Mill Hill Missionar Pater John
Anthony Kaiser im August 2000.
Der Erzbischof von Nairobi betonte auch, dass die Kirche Rache
in jedem Fall ablehne und Verbrechen nur im Rahmen der Justiz
bestraft werden dürften. (LM) (Fidesdienst, 28/3/2003 - 21
Zeilen, 206 Worte)
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