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VEREINTE NATIONEN/IRAK - HUMANITÄRE LAGE IM IRAK: UNHCR STELLT NOTHILFEN UND PERSONAL ZUR VERFÜGUNG

Vatikanstadt (Fidesdienst) - Nach Angaben des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) laufen die Vorbereitungen zur Versorgung von Flüchtlingen aus dem Irak weiter. Es werden Aufnahmelager eingerichtet und Transporte von Hilfsgütern organisiert. Außerdem werden die Regionen des Krisengebiets, in denen mit Flüchtlingsströmen gerechnet wird, ständig beobachtet. Bislang ist die Lage an den Grenzen zu den Nachbarländern noch ruhig. Derzeit befinden sich bereits 200 Mitarbeiter des UNHCR in der Krisenregion, während weitere Nothilfeexperten abrufbereit sind, sobald die Situation dies erforderlich macht.
Auch im Flüchtlingslager des UNHCR bei Al Karama an der Grenze zum Irak sind noch keine irakischen Flüchtlinge eingetroffen. Gegenwärtig sind 8 Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshochkommissariats in den beiden jordanischen Flüchtlingslagern bei Ruwaished und Al Karama tätig. Im Auffanglager Ruwaished rund 60 Kilometer westliche der Grenze zum Irak stehen 200 Zelte und 80 mobile Toiletten bereit, d.h. es könnten derzeit bereits 2.000 Flüchtlinge versorgt werden. Das von OXFAM installierte Wasserversorgungssystem wurde in diesen Tagen fertig gestellt. Die Deutsche Welthungerhilfe e.V. German Agro Action hat bereits 5 Tonnen High-Engergy-Kekse und 1000 Lebensmittelrationen zur Verfügung gestellt, weitere Lebensmittelhilfen werden vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) bereitgestellt.
Zusätzliche Mitarbeiter wurden vom Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen in den Iran entsandt, wo das UNHCR dem einheimischen Flüchtlingshilfswerk BAFIA 1 Million Dollar für die Einrichtung von 4 neuen Aufnahmelagern entlang der Grenze zum Irak zur Verfügung gestellt hat. Damit können die Kosten für die Vorbereitung zur Errichtung der Lager gedeckt werden. Jedes der an der südwestlichen Grenze des Iran geplanten Auffanglager für irakische Flüchtlinge soll bis zu 15.000 Personen versorgen und eventuell bei Bedarf weiter ausgebaut werden können.
Der Hochkommissar des UN-Flüchtlingwerkes (UNHCR), Ruud Lubbers, hat die Regierungen in der Region nachdrücklich gebeten, ihre Grenzen für die Flüchtlinge zu öffnen. "Trotz der Bemühens der Vereinten Nationen um eine friedliche Lösung der Krise, stehen wir heute der traurigen Realität des Krieges gegenüber, der weiteres Leid für die irakische Bevölkerung mit sich bringt", so der Hochkommissar. "Wir müssen alles in unseren Kräften Stehende dafür tun, das Leid der irakischen Bevölkerung zu lindern, dazu gehört auch die Öffnung der Grenzen, damit alle, die um ihr eigenes Leben fürchten in den Nachbarländern Zuflucht finden können", so Ruud Lubbers weiter. (SL) (Fidesdienst 27/3/2003 - 36 Zeilen, 369 Worte)

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