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Addis Abeba (Fidesdienst) - Die Hungersnot hält in Äthiopien
weiterhin an: 12 Millionen Menschen riskieren in dem afrikanischen
Land den Hungerstod, wenn sie nicht umgehend Hilfen erhalten.
Die Lebensmittelvorräte werden im Mai zu Ende gehen. Dies
teilt der mit dem Salesianerorden assoziierte Verband für
internationale Freiwilligenarbeit und Entwicklungshilfe (VIS)
bei der Rückkehr einer Delegation aus Äthiopien mit.
Infolge von Mangelernährung nimmt auch die Verbreitung von
Krankheiten wie Bronchitis, Tuberkulose, Malaria sowie Augeninfektionen
und Darmerkrankungen zu. Vor allem unter Aidskranken, Vertriebenen
und Flüchtlingen, die zu den schwächsten Bevölkerungsteilen
gehören, sterben bereits tausende Menschen an den Folgen
der Hungersnot.
Nach Angaben der äthiopischen Regierung und der Ernährungs-
und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) können
mit den bisher zur Verfügung gestellten internationalen Hilfsmitteln
nur 40% des Mindestbedarfs gedeckt werden.
Missionare tun ihr Möglichstes, um besonders bedürftigen
Bevölkerungsteilen zu helfen. Insbesondere Kindergärten
und Schulen, Kliniken und Krankenhäuser, Flüchtlingslager
und Mensen für arme Menschen werden mit Lebensmitteln versorgt.
Die Tatsache, dass sich die Situation weiterhin zuspitzt lässt
sich auch daran erkennen, dass die Zahl der von den Schwestern
des Salesianerordens in Zway betreuten Menschen von 3.000 auf
7.000 angestiegen ist. Viele Menschen kommen aus den umliegenden
Dörfern und legen dabei bis zu 80 Kilometer zu Fuß
zurück.
Zu den Hauptproblemen gehört auch die unzureichende Versorgung
mit Trinkwasser. In Dilla werden zum Beispiel Krankenhaus, Gefängnis,
Schulen und ein Grossteil der einheimischen Bevölkerung von
den Missionsschwestern mit Wasser versorgt. (LM) (Fidesdienst
25/3/2003 - 26 Zeilen, 239 Worte)
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