|
Bujumbura (Fidesdienst) - "Die Unterzeichner des Waffenstillstandsabkommens
respektieren diese Vereinbarungen nicht im geringsten. Krieg und
Zerstörung werden fortgesetzt. Vor allem einfache Bürger
des Landes sterben weiterhin und ihre Besitztümer werden
geplündert und zerstört", so die Bischöfe
in ihrem jüngsten Appell zum in Burundi seit 1993 herrschenden
Bürgerkrieg, der bisher über 200.000 Opfer gefordert
hat. Trotz der am 28. August 2000 in Arusha (Tansania) unterzeichneten
Friedensvereinbarungen, bekämpfen sich weiterhin Regierungseinheiten
und verschiedene Rebellengruppierungen. "Was wir sehen und
hören bereitet uns große Sorge", so die Bischöfe,
"denn die Unterzeichner der Friedensvereinbarungen bekämpfen
sich weiterhin. Diese ganze Tragödie ist auf das Verhalten
der verantwortlichen Politiker und der Rebellenführer zurückzuführen,
die immer noch um die Macht kämpfen, ohne sich dabei im geringsten
um die so schwer geprüfte Bevölkerung zu kümmern.
Es entsteht der Eindruck als ob die Politiker ein Land ohne Menschen
und Ressourcen regieren wollten2.
"Was kann angesichts einer solchen Situation getan erden?",
fragen sich die burundischen Bischöfe. "Wir möchten
ein weiteres Mal im Namen des Herrn eindringlich an die verantwortlichen
Politiker appellieren, damit sie vor allem im Interessen des Landes
und der Menschen handeln; wir bitten sie darum ihre sterilen Machtkämpfe
abzubrechen und ihre Energie nicht länger allein dem Erlangen
oder dem Erhalt von Macht oder dem eigenen Profit widmen. Die
internationale Staatengemeinschaft bitten wir um Ausübung
von verstärktem Druck, damit die Gefechte zwischen den Kriegführenden
eingestellt werden und eine Umsetzung der Friedensvereinbarungen
möglich wird2. Der
Wortlaut der Verlautbarung der burundischen Bischöfe ist
zugänglich unter www.fides.org. (LM) (Fidesdienst 25/3/2003
- 28 Zeilen, 261 Worte)
|