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Mit der Aufforderung, Christus in die Wüste zu folgen, ruft
uns die Kirche auf, am Kampf gegen das Böse teilzunehmen.
Dieser Kampf, der bis zum Ende der Welt geführt werden muss,
er führt durch unseren täglichen spirituellen Zwiespalt,
d.h. unsere Bemühen, uns von dem Bösen zu befreien und
unsere Schritte auf dem Weg des Friedens zu gehen. Die Zeit ist
günstig für die Erneuerung des Fastens, des Gebets und
des Opfers im Herzen Gottes, d.h. im Herzen der Kirche, damit
sie zur wirksamen übernatürlichen Mitteln für die
Umkehr der Herzen und den wahren Frieden auf der Welt werden können.
Die Apostel baten den Herrn: "Herr lehre uns beten"
(Lk 11, 1). Mit der Aufforderung zum täglichen Rosenkranzgebet
gibt uns der Papst darauf eine Antwort für die heutige Zeit:
wir brauchen mehr denn je das Gebet und die Meditation zusammen
mit der Jungfrau Maria über die "Geheimnisse" der
großen Ereignisse unseres Heils. Diese Meditation lässt
die Ereignisse unseres eigenen Lebens und der Welt in einem neuen
Licht erscheinen und ermöglicht es uns, den Erwartungen,
die Gott an uns stellt, zu entsprechen: wir sollen aus unserem
Leben mit Hilfe Jesu und Maria ein Opfer der Liebe für das
Seelenheil der ganzen Welt machen.
Das Gebet befreit zusammen mit dem Fasten die Herzen vom Bösen
und macht sie bereit für die Aufnahme der Botschaft der Wahrheit
und des der Nächstenliebe nach dem Evangelium (vgl. Mt 17,21).
Das Fasten ist eine Ausdrucksform der Größe unserer
Liebe zu Gott, wenn wir alles, auch Nahrung, entbehren, damit
wir den göttlichen Geliebten besitzen. Diese Liebe entfesselt
eine geistliche Kraft, die auch die heilige Theresia schreiben
ließ: "Da ich nicht als tätige Missionarin wirken
konnte, wollte ich Missionarin der Liebe und der Buße sein".
Umschlungen mit Christus, wie die Äste eines Rebstocks, nehmen
wir an seinem Kampf und an seinem Sieg teil. Mit Ihm können
wir durch das Fasten, das Gebet und das Almosen, unsere Herzen
dem Leid der Welt öffnen und durch unser Gebet zu Gott an
seinem Streben nach Frieden, teilnehmen, denn: "Deine Gebete
und Almosen sind zu Gott gelangt, und er hat sich an sie erinnert".
(Apg 10,4). Br. Patrice Marie (Fidesdienst 26/3/2003 - 28 Zeilen,
373 Worte)
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