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Bangui (Fidesdienst) - Die Zentralafrikanische Republik kehrt
nach der Eroberung der Landeshauptstadt Bangui durch die Truppen
unter Francois Bozizé und der darauf folgenden Flucht von
Staatspräsident Ange-Félix Patassé langsam
wieder zur Normalität zurück. Wie Missionare gegenüber
dem Fidesdienst berichten soll sich auch in Bangui die Situation
wieder beruhigen, nachdem flüchtende Soldaten und Milizionäre
aus den Reihen der Rebellen Geschäfte und Wohnungen geplündert
hatten, "wird nun die öffentliche Ordnung wieder hergestellt".
"Ein Missionar, der einen Kranken aus einem Viertel am Stadtrand
in ein Krankenhaus im Zentrum von Bangui begleitet hat, berichtete,
dass die Situation auf den Straßen ruhig und ein relativ
sicheres Vorankommen möglich ist", so der Missionar.
In den restlichen Landesteilen befinden sich jedoch noch nicht
alle Städte in den Händen der Rebellen. In der im Osten
des etwa 440 Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt gelegenen
Stadt Bouar wurden nach Angaben von Fidesquellen "die Männer
von Bozizé noch nicht gesehen". "Hier ist die
Situation ruhig und die Straße die Bangui mit Kamerun verbindet
und durch den Ort führt ist frei. Es fahren hier Lastwagen
und Kleinbusse für den Personentransport. Einer unserer Missionare
fuhr mit dem Fahrrad zu einem etwa zehn Kilometer von Bouar entfernten
Schwesternkloster und berichtete, dass es weder Straßensperren
noch sonstige Kontrollen gab", so die Fidesquellen weiter.
Die Einwohner des Landes hoffen, dass es bald Frieden geben wird.
Bozizé erklärte seinerseits er sei abgesehen vom ehemaligen
Staatspräsidenten Patassé zur Zusammenarbeit mit allen
bereit. In diesem Zusammenhang bat er auch die internationale
Staatengemeinschaft um Unterstützung und insbesondere Frankreich
um die Entsendung von Friedenseinheiten. Aus dem Tschad wurden
bereits Soldaten zur Verstärkung des Kontingents der Zentralafrikanischen
Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (COMEC) entsandt. Das
Bündnis der Politischen Oppositionsparteien (CPPO), in dem
sich 12 Oppositionsparteien zusammenschließen, sicherte
bereits die eigene Unterstützung für einen neuen Kurs
zu.
"Bozizé scheint positive Schritte zu unternehmen,
hinter denen sich zweifelsohne die Notwendigkeit einer internationalen
Anerkennung verbirgt", so ein Missionar zum Fidesdienst.
"Das Land ist außerdem auf internationale Wirtschaftshilfen
angewiesen. Wir blicken mit gemäßigter Zuversicht in
die Zukunft. Die endgültige Stabilisierung der Lage in dem
Land hängt vor allem auch von ethnischen Faktoren ab. Patassé
und Bozizé gehören demselben Volksstamm an. Der Machtwechsel
hat also innerhalb derselben Volksgruppe stattgefunden. Deshalb
muss abgewartet werden, wie die anderen ethnischen Gruppen dazu
stehen". (LM) (Fidesdienst 20/3/2003 -
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