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Für unsere Kleinsten
DAS "TOTUS TUUS" VON PAPST JOHANNES PAUL II.: DER KÖNIGSWEG ZUM FRIEDEN - von Pfarrer Luciano Alimandi

In der Akte zum Anvertrauen des dritten Jahrtausends an die Gottesmutter Maria, die Papst Johannes Paul II. am 8. Oktober 2000 gemeinsam mit den zu den Feiern des Heiligen Jahres nach Rom gekommenen Bischöfe aus aller Welt im Beisein der Originalkopie der Madonnenstatue aus Fatima betete heißt es:
"Heute steht die Menschheit mehr denn je an einem Scheideweg. Und ein weiteres Mal liegt das Heil ganz und allein, o heilige Jungfrau, bei Deinem Sohn Jesus. Aus diesem Grund wollen wir Dich wie der Apostel Johannes in unserem Haus aufnehmen (vgl. Joh 19,27), damit wir von Dir lernen können, Deinem Sohn nachzufolgen. "Hier sind Deine Kinder!"
Wir stehen hier vor Dir, um uns selbst, die Kirche und die Welt Deiner mütterlichen Fürsorge anzuvertrauen. Bete für uns zu Deinem geliebten Sohn, damit er uns die Gnade des Heiligen Geistes in Fülle geben möge, der Geist der Wahrheit, der Quelle des Lebens ist. Nimm ihn für uns und mit uns auf, wie damals mit der ersten Gemeinde in Jerusalem, die sich am Pfingsttag um dich versammelt hat (vgl. Apg 1,14). Der Geist möge unsere Herzen der Gerechtigkeit und der Liebe öffnen und Menschen und Länder zum gegenseitigen Verständnis und zu einem festen Willen zum Frieden führen."
In diesem Marienjahr, dem "Jahr des Rosenkranzes", ist das Gebet von Papst Johannes Paul II. zur Gottesmutter aktueller denn je. Auch die ganze Botschaft von Fatima - wie im übrigen auch die anderen durch Maria gewirkten göttlichen Zeichen - zeigt uns ganz klar, dass der Königsweg zum Frieden durch das Unbefleckte Herz der Muttergottes führt, die allen voran und mehr als alle, die Umkehr der von ihrem Sohn erlösten Völker, die noch zu ihm geführt werden müssen, erwirkt.
Die Friedenskönigin, an die sich der Heilige Vater in seinem Gebet so oft und insbesondere in finsteren Momenten, wie dem gegenwärtigen, wendet, blickt nicht untätig auf die Beschlüsse der Menschen, sondern ist als Friedenskönigin aktiv in der Kirche gegenwärtig, um auch die Herzen der Widerspenstigsten der Vergebung und dem Frieden zu öffnen. Sie erinnert uns mit ihrer diskreten Anwesenheit daran, dass es keinen wahren Frieden geben kann, wo es keine wahre Vergebung gibt, wo der Mensch sich nicht mit sich selbst, mit Gott und mit dem Nächsten versöhnt.
Nie werden Krieg und Gewalt, Spaltung und Hass auf der Welt ein Ende finden, wenn das Herz der Mutter, das von Gott selbst geformt und uns allen geschenkt wurde, damit wir den kürzesten und schnellsten Weg zum Kreuz Christi finden, wie uns der hl. Louis Gringnion von Montfort lehrt, nicht hören.
Das "Totus Tuus" (das eigene Anvertrauen an die Muttergottes) ist der Königsweg zum Frieden; möge er unser aller Weg werden, in der Zeit des Fastens, des Betens und der Busse. Folgen wir Maria, dann gelangen wir zu Jesus. Friedensfürst, schenke uns durch Maria Deinen Frieden! Pfarrer Luciano Alimandi (Fidesdienst, 25/3/2003 - 38 Zeilen, 482 Worte)

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