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VATIKAN - 11. TAG DES GEBETS UND DES FASTENS FÜR DIE ALS MÄRTYRER GESTORBENEN MISSIONARE

Anlässlich des von der Jugendbewegung der italienischen Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke am 24. März zum Thema "Sie haben ihr Blut für die Kirche vergossen" veranstalteten "11. Tags des Gebets und des Fastens für die als Märtyrer gestorbenen Missionare" veröffentlicht der Fidesdienst die beiden nachfolgenden Beiträge von Pfarrer Giuseppe Pellegrini, geistlicher Begleiter der Missionarischen Jugendbewegung, und Prof. Andrea Riccardi, Professor für zeitgenössische Geschichte an der "Università degli Studi" in Rom.

DIE KIRCHE BRAUCHT MÄRTYRER
von Pfarrer Giuseppe Pellegrini, geistlicher Begleiter der Missionarischen Jugendbewegung
Vatikanstadt (Fidesdienst) - Im Jahr 2002 starben fünfundzwanzig Missionarinnen und Missionare den Märtyrertod. Wenn das Martyrium Zeichen der Lebendigkeit der Kirche ist, so bedeutet dies, dass auch heute die ganze Kirche, aber insbesondere die jungen Kirchen der armen Kontinente, ihren Glauben und ihre Liebe zu Christus unter Beweis stellen.
Liest man die Namen der als Märtyrer gestorbenen Missionare und die Geschichte ihres Lebens und ihres Martyriums, so wird daraus erkenntlich, dass es sich um "normale" Menschen handelt, die jeden Tag das Evangelium verkünden und unter den ärmsten Menschen der Welt Zeugnis von der Christlichen Nächstenliebe ablegen. Das Martyrium ist in der Mission der Kirche keine Seltenheit. Wir wissen, dass dort wo es keine Religionsfreiheit gibt jeden Tag hunderte Millionen Christen verfolgt und wegen ihres Glaubens diskriminiert werden! Hinter den Gesichtern der 25 ermordeten Missionarinnen und Missionare verbergen sich die Gesichter unzähliger Menschen, die wegen ihres Glaubens an Jesus Christus ermordet wurden. Wir kennen weder ihren Namen noch ihre Geschichte, aber wir wissen, dass ihren Namen im Himmel geschrieben sind und dass sie das wertvollste Gut sind, das die Kirche heute besitzt.
Noch nie brauchte die Kirche Märtyrer und das Gedenken an ihren Glauben und ihre Liebe zu Christus und der Kirche so sehr wie heute. Die Kirche identifiziert sich mit dem Martyrium und es gibt kein Land und keine Ortskirche, die nicht ihre Märtyrer hätte, die nicht auf der Verkündigung und der völligen Hingabe der ersten Zeugen des Glaubens gründete. Es ist in der Tat das Zeugnis bis hin zum Blutvergießen, das auch uns die Kraft zu einem wahren Leben nach dem Evangelium gibt und die Stärke, die wir brauchen, um den heutigen Menschen zu verkünden, dass Jesus Christus der einzige Retter der Menschheit ist und dass es ohne ihn kein Heil gibt. Ihr Zeugnis spornt noch heute viele junge Menschen dazu an, für das Evangelium alles hinter sich zu lassen und bis an die äußersten Grenzen der Erde zu gehen um die Frohbotschaft zu verkünden und um Jesus, den sie in den Ärmsten und Schwächsten erkennen, zu dienen, denn, wie bereits Papst Paul VI. sagte: Die heutige Welt braucht Zeugen!
(Fidesdienst, 24/3/2003 - 27 Zeilen, 363 Worte)

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