|
Angesichts seines bevorstehenden Leidens sagte Jesus: "Wenn
das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt
es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht"
(Joh 12,24) während der heilige Paulus schrieb: "
Viel
lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit
die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich meine
Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgung und Ängste,
die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin,
dann bin ich stark". (2 Kor 12,9-10).
Der Geist leitet die Kirche zum endgültigen Sieg durch ihre
äußere und scheinbare Schwäche. Gerade aus der
Verfolgung, unter der Apostel und Gläubige sich zerstreuen,
verbreitet sich die Kirche auf der ganzen Welt. Denn es erreicht
uns das Licht der Verfolgung und es handelt sich um die Gewissheit,
dass der Heilige Geist die christlichen Glaubensgemeinschaft nie
verlässt und sie dadurch siegreich und unzerstörbar
macht, denn die Kirche ergänzt, was an den Leiden Christi
noch fehlt (vgl. Kol 1,24). Auf diese Weise erfährt sie auf
den Gräbern all jener, die das eigene Blut für das Zeugnis
vergossen haben, den Glanz der Auferstehung.
Auch in unserer heutigen Zeit, spielen alle Missionare beim Aufbau
der kirchlichen Gemeinschaft eine wichtige Rolle und insbesondere
diejenigen, die ihr Leben für das Evangelium hingegeben haben.
Als Kinder der Kirche sind sie berufen auch Diener der Kirche
zu sein. Sie haben aus ihr und für sie gelebt, stets bereit,
ihr Leben für sie hinzugeben! Sie haben dabei kein Opfer
und keinen Verzicht gescheut, wenn es darum ging, der kirchlichen
Gemeinschaft zu dienen.
Mit den Worten der hl. Theresia vom Kinde Jesus haben sie gerufen:
"Im Herzen der Kirche, meiner Mutter, werde ich die Liebe
sein, denn Jesus braucht unsere Werke nicht, sondern nur unsere
Liebe".
Viele Christen konnten, den Blick auf diese Martyrer, ihre Stärke
und Treue während der Verfolgung gerichtet, ihren Glauben
an den Gott des Lebens und an die Christusnachfolge bewahren;
sie haben ihre Angst überwunden und den Glauben gestärkt,
in der Überzeugung, dass die Stärke und der Reichtum
des einen Reichtum für alle sein wird. Hierin liegt das große
Geheimnis der Gemeinschaft! In Jesus Christus können wir
durch die Kraft des Heiligen Geistes alle an derselben Gnade teilhaben!
Dabei handelt es sich nicht um die Stärke des Rudels oder
der Masse, sondern um die Gnade des Heiligen Geistes, die alle
stark und reich macht.
(Fidesdienst 24/3/2003 - 34 Zeilen, 409 Worte)
|