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Vatikanstadt (Fidesdienst) - Juana Maria Condesa Lluch wurde
am 30. März 1862 in Valencia (Spanien) als Tochter einer
wohlhabenden christlichen Familie geboren. Einen Tag später
wurde sie in der Kirche des hl. Stefan getauft. Ihre humanistische
und christliche Bildung stand im Widerspruch zu der rationalistischen
Mentalität, die damals in Valancia im Entstehen war und die
eine Welle der Entchristlichung mit sich brachte. Während
ihrer Kindheit und Jugendzeit stärkte sie jedoch das Bewusstsein
von ihrer christlichen Identität am Vorbild der zu diesem
historischen Zeitpunkt üblichen besonderen religiösen
Verehrung der Gottesmutter, des hl. Josef und der hl. Theresia,
die sie wiederum zum Engagement für die Bedürftigen
anregte.
Sie war erst 18 Jahre alt, als sie den Ruf Gottes verspürte
und dessen Willen, ihr Leben der Sache des Reiches Gottes zu widmen
. Insbesondere konzentrierte sich ihr Augenmerk dabei auf die
Evangelisierung und den Dienst an den Arbeiterinnen, denn sie
interessierte sich vor allem für die Lebens- und Arbeitsbedingungen
dieser jungen Frauen: das Leid dieser Frauen lernte sie zunächst
aus dem Fenster der Kutsche kennen, die sie von Valencia zum Badeort
Nazaret brachte, wo ihre Eltern ein Haus hatten.
Nachdem sie verschiedene Schwierigkeiten und Hindernisse überwunden
hatte, die ihr vor allem der damalige Erzbischof von Valencia,
Kardinal Antolin Monescillo, in den Weg gestellt hatte, der sie
für eine Ordensgründerin als zu jung befand, erhielt
sie 1884 schließlich doch die Erlaubnis ein Haus zu eröffnen,
in dem Arbeiterinnen ausgebildet und ihnen ihre Würde zurückgegeben
werden sollte. Angesichts der zunehmenden Industrialisierung kamen
viele dieser jungen Frauen aus den ländlichen Gebieten in
die Städte, wo so nur als Arbeitsinstrumente betrachtet wurden.
Wenige Monate später konnte in dem Haus für Arbeiterinnen
auch eine Schule für deren Töchter eröffnet werden
und viele junge Frauen, die dieselben Ideale verfolgten, schlossen
sich an.
In der Überzeugung, dass ihre Tätigkeit ein Werk des
Heiligen Geistes war, und von dem Wunsch angetrieben dieses zu
einer kirchlichen Einrichtung werden zu lassen, bat sie weiterhin
um die Genehmigung für die Gründung einer religiösen
Kongregation, denn sie wollte Christus nachfolgen und durch die
Hingabe an Ihn sich in den Dienst der Arbeiterinnen stellen. Geläutert
durch die Prüfung und von ihrer Entschiedenheit und Zuversicht
gestärkt, erhielt sie schließlich 1892 die Erlaubnis
der Diözese für die Gründung ihres Institutes.
1895 legte sie die zeitlichen Gelübde ab und zusammen mit
den ersten Ordenschwestern legte sie 1911 die ewigen Gelübde
ab.
Während all dieser Jahre hatte sie nach dem Vorbild der Jungfrau
Maria gelebt und sich vollkommen dem Willen Gottes hingegeben.
Am 16. Januar 1916 starb Mutter Johanna Maria Condesa Lluch.
Das durch den festen Willen seiner Gründerin entstandene
Institut erhielt am 14. April 1937 die vorübergehende Billigung
durch Papst Pius XI. und am 27. Januar 1947 die endgültige
Billigung durch Papst Pius XII. Der Seligsprechungsprozess für
Mutter Johanna Maria wurde 1953 in Valencia eröffnet. (SL)
(Fidesdienst, 21/3/2003 - Zeilen, Worte)
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