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"Erfüllt vom Heiligen Geist verließ Jesus die
Jordangegend. Darauf führte ihn der Geist vierzig Tage lang
in der Wüste umher, und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung
geführt. Die ganze Zeit über aß er nichts"
(Lk 4,1-2).
Jesus unser Meister, der Weg die Wahrheit und das Leben, fordert
uns auf, mit ihm die harte Prüfung der Wüste zu erleben,
und wenn wir wahre Christen sein wollen, dann müssen wir
ihm hochherzig und zuversichtlich folgen.
Diese Zeit des Lebens Christi fällt bei genauer Betrachtung
in die Zeit zwischen der Taufe und dem Beginn des öffentlichen
Handelns: gänzlich in das Göttliche eingetaucht, bereitet
Er sich auf die Verkündigung des Reiches Gottes vor.
Er bereitet sich mit dem Gebet und dem Fasten vor, denn die Versuchungen,
denen Satan ihn gegenüberstellt sind stark und beeindruckend.
Auch der Christ, jeder Christ ist Kraft seiner Taufe und vom Heiligen
Geist erfüllt dazu berufen, während einer wichtigen
Zeit, der Fastenzeit, die Versuchungen des Bösen zu besiegen,
damit der die Frohbotschaft verkünden kann.
Der Heilige Vater hat uns die lichtreichen Geheimnisse geschenkt
und fordert uns und immer wieder dazu auf, den Wert des Rosenkranzgebets
neu zu erkennen, ein Gebet das wie kein anderes das Evangelium
enthält. Durch die Betrachtung der Geheimnisse beschreiten
wir nicht nur den Lebensweg Jesu, sondern wir geben auch unserem
persönlichen Leben, das aus Freuden und Schmerzen besteht,
einen richtigen Sinn.
Auch wir sind, wie Er, gerufen, uns vierzig Tage lang durch das
Gebet und das Fasten vorzubereiten, die uns für die Verkündigung
der Heilsbotschaft unter allen Menschen stärken sollen.
Kraft unserer Taufe sind wir alle Missionare und das dritte lichtreiche
Geheimnis lenkt unsere Aufmerksamkeit gerade auf diese wunderbare
Gegebenheit. Jeder Christ ist an erster Stelle zur Umkehr und
dann zur Mitarbeit bei der Verbreitung des Reiches Gottes berufen.
Doch wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben: alleine
können wir gar nichts tun!
Deshalb sollten wir mit Jesus in die Wüste, beten und fasten,
dann werden wir die Kräfte des Bösen besiegen und wahre
Missionare in unserer Welt werden. Schwester Maria Patrizia Minelli
(Fidesdienst 21/3/2003 - 31 Zeilen, 353 Worte)
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