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Vatikanstadt (Fidesdienst) - "Angesichts der furchtbaren
Folgen, die ein internationaler Militärschlag für die
Bevölkerung im Irak und für das Gleichgewicht in der
ganzen bereits schwer geprüften Region des Nahen Ostens mit
sich bringen würde - sowie der extremistischen Handlungen,
die daraus folgen könnten - möchte ich allen sagen:
Es ist noch Zeit für Verhandlungen; es gibt noch Raum für
den Frieden, es ist nie zu spät für das gegenseitige
Verständnis und die Fortsetzung von Verhandlungen".
Beim Angelusgebet am Sonntag, den 16. März, wiederholte Papst
Johannes Paul II. noch einmal seinen dringenden Aufruf zum Frieden
und vor allem zur "Vervielfachung des Gebets und der Busse,
zur Bitte an Christus um das Geschenk des Friedens". "Ohne
die Umkehr der Herzen gibt es keinen Frieden", so der Papst
weiter. "Die kommenden Tage werden für den Ausgang der
Irakfrage entscheidend sein. Lasst uns dafür zum Herrn beten,
dass er alle beteiligten Parteien zu Mut und Weitsicht inspirieren
möge".
Der Heilige Vater wandte sich sodann an die politischen Verantwortlichen
in Bagdad und erinnerte sie an ihre "dringende Pflicht zur
uneingeschränkten Zusammenarbeit mit der internationalen
Staatengemeinschaft, damit jeder Grund für ein bewaffnetes
Eingreifen ausgeräumt wird". Die Mitgliedsstaaten der
Vereinten Nationen und vor allem die Mitglieder des Sicherheitsrates
erinnerte er daran, dass "der Gebrauch von Waffen, die letzte
Möglichkeit bleiben muss, nachdem jeder Versuch einer friedlichen
Lösung unternommen wurde, und zwar nach den bekannten Prinzipien
der Charta der Vereinten Nationen selbst".
Nach dem Angelusgebet sagte der Papst zu den auf dem Petersplatz
versammelten Gläubigen: "Ich gehöre jener Generation
an, die den Zweiten Weltkrieg erlebt und ihn überlebt hat.
Ich habe die Pflicht alle jungen Menschen und alle, die jünger
sind als ich und deshalb diese Erfahrung nicht gemacht haben,
zu sagen: "Nie wieder Krieg!", wie bereits Papst Paul
VI. anlässlich seines ersten Besuchs bei den Vereinten Nationen
gemahnt hatte. Wir müssen alles Mögliche dafür
tun! Wir wissen, dass der Frieden um jeden Preis nicht möglich
ist. Doch wir wissen auch, wie groß diese Verantwortung
ist. Deshalb bitte ich um Gebet und Busse!" Der
vollständige Wortlaut der Ansprache des Papstes ist in verschiedenen
Sprachen zugänglich unter www.fides.org.
(SL) (Fidesdienst, 17/3/2003 - 32 Zeilen, 363 Worte)
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