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La Paz (Fidesdienst) - In Bolivien stellen sowohl die Wasserversorgung
als auch die Wasserverschmutzung ein ernsthaftes Problem dar,
denn es gibt keine staatliche Politik zur Wasserfrage. Mit Blick
auf den bevorstehenden Weltwassertag am 22. März haben die
bolivianischen Bischöfe einen Hirtenbrief zum Thema "Wasser,
Quelle des Lebens und Geschenk für alle" veröffentlicht.
In ihrem Schreiben erläutern die Bischöfe das Wasserproblem
anhand von Statistiken zu Verteilung, Verschmutzung und Zukunftsperspektiven.
Außerdem wird das Thema auch unter theologischen, biblischen
und lehramtlichen Aspekten betrachtet, woraus sich Leitlinien
für die verschiedenen Bereiche der Wasserfrage ergeben.
In ihrem Hirtenbrief bezeichnen die bolivianischen Bischöfe
das Wasser als "natürliche Ressource, Quelle des Lebens
und Geschenk für alle", und deshalb ist es ihrer Ansicht
nach nicht für die exklusive Nutzung durch wenige Privilegierte
bestimmt. In diesem Zusammenhang rufen die Bischöfe alle
Teile der Gesellschaft und die verschiedenen Komponenten der Regierung
zur Förderung einer staatlichen Politik auf, die dem Schutz
und dem angemessenen Management dieser Ressource dient. Abschließend
weisen sie außerdem auf mögliche Konflikte hin, die
in Zusammenhang mit dem Wasserproblem entstehen könnten.
Wasser in Bolivien
Die Situation Wasserversorgung ist in Bolivien sowohl was die
Mengen als auch was den differenzierten Gebrauch unter den verschiedenen
Teilen der Bevölkerung anbelangt, äußerst kritisch.
Die größten Süßwasservorkommen des Landes
sind der Amazonas, der Rio del La Plata und die Gletscher auf
der Hochebene im Inneren des Landes. Daneben gibt es verschiednen
kleinere Süßwasservorkommen. In den verschiedenen Regionen
des Landes gibt es jedoch sehr unterschiedliche Niederschlagsmengen,
während in Chapare jährlich 5.000 Milliliter gemessen
werden, sind es in Lipez nur knapp 100 Milliliter.
Während der Regenzeit sind die Niederschläge so heftig,
dass es oft zu Überschwemmungen kommt, wobei das Land in
anderen Jahreszeiten unter Trockenheit leidet. Unterdessen gibt
es wenige meteorologische Forschungszentren oder entsprechende
Infrastrukturen. Außerdem führt die Überhitzung
der Erde, die vorwiegend von den Abgasen der Industrieländer
verursacht wird, in Bolivien zu verheerenden Folgen: der "ewige
Schnee" der Gletscher auf den Anden hat sich im Laufe der
letzten 24 Jahre halbiert, und war bis zum Jahr 2001 auf einen
Umfang von 133.000 Hektar geschmolzen. Dies wirkt sich vor allem
auf die Süßwasservorkommen in den westlichen Landesteilen
aus. Der
vollständige Wortlaut des Hirtenbriefs ist in Spanisch zugänglich
unter www.fides.org.
(AP) (Fidesdienst, 13/3/2003 - 36 Zeilen, 370 Worte)
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