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Der Heilige Vater wollte den Beginn der Fastenzeit auch dieses
Jahr mit dem Aschermittwochs-Gottesdienst in unserer Basilika
Santa Sabina feiern. Dieses Jahr hat er alle Menschen guten Willens
zum Gebet und zum Fasten für den Frieden, insbesondere im
Irak und im Heiligen Land aufgefordert.
Die Liturgiefeier in unserer Kirche ist nun seit einigen Stunden
mit dem Apostolischen Segen des Heiligen Vaters zu Ende gegangen.
Auch an den Tagen vor dem Aschermittwoch hat der Heilige Vater
zahlreiche Gesten des Friedens getan.
In Gedanken noch bei diesen Dingen und bei den vor kurzem erlebten
Augenblicken, denke ich nun an die vierzig Tage, die vor uns liegen
und deren spirituelle Bedeutung.
Ich möchte mich kurz fassen und deshalb das Evangelium des
heutigen Tages zitieren (ein wahres Programm, das Jesus uns für
die vor uns liegende Zeit hinterlassen hat): "
salbe
dein Haar und wasche dein Gesicht
" (Mt 6,17)
Vor Jahren hatte mir ein junger Student des Angelicum während
einer Vorlesungspause erzählt, dass er in der Karwoche und
an Ostern seine Mutter besuchen wollte. Er bat Freunde und Bekannte
um einen Rat für ein Geschenk, das er ihr mitbringen wollte:
einige rieten zu einem Parfum, andere zu einem Seidenschal, ein
dritter zu einem typischen italienischen Ostergebäck oder
zu einer Flasche Zitronenlikör. Eine Schwester riet schließlich
mit Sinn für das Praktische und der typische weiblichen Intuition:
"Kaufe dir ein neues Hemd, eine neue Hose und vielleicht
auch noch einen neuen Pullover: deine Mutter wird glücklich
sein, wenn sie dich so sieht, denn sie wird denken, dass es dir
in Rom gut geht, obwohl du so weit weg bist."
Die eigentliche Bedeutung christlicher Praxis ist genau dies:
ein Geschenk. Jesus regt uns dazu an: insgeheim Almosen zu geben,
in unserem Zimmer zu beten, sich zu salben und das Gesicht zu
waschen. Geht man nicht zum Friseur wenn man zu einem Fest eingeladen
ist und achtet auf gute Kleidung und auf jedes Detail? Diese Vorbereitungen
gehören zum Fest!
Gott fordert von uns keine komplizierten Übungen oder Willenskräfte.
Er liebt uns als seine Kinder und es freut ihn, wenn er uns mit
gewaschenem Gesicht, parfümiert und in neuen Kleidern sieht.
Gott möge uns deshalb eine Fastenzeit schenken, die reich
an Früchten der Umkehr ist. P. Carlos A. Azpiroz Costa, OP
(Fidesdienst, 7/3/2003 - 32 Zeilen, 392 Worte)
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