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EUROPA/PORTUGAL - AFRIKA UND EUROPÄISCHE UNION - PARTNER IN DER SOLIDARITÄT: DER BEITRAG DER KIRCHE

Lissabon (Fidesdienst) - Am 27. und 28. Februar findet in Lissabon ein von der COMECE (Kommission der Episkopate der Europäischen Gemeinschaft) in Zusammenarbeit mit dem SECAM (Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar) und der Portugiesischen Bischofskonferenz veranstaltetes Internationales Kolloquium zum Thema "Afrika und Europäische Union - Partner in der Solidarität: Der Beitrag der Kirche" statt. Ziel ist es mit Blick auf die europäisch-afrikanische Zusammenarbeit zur Förderung der Entwicklung des afrikanischen Kontinents auf politischer Ebene auch Grundlagen für eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen COMECA und SECAM zu schaffen.
Vorsitzender der Veranstaltung ist der Vorsitzende der Portugiesischen Bischofskonferenz, Kardinal José da Cruz Policarp, der bei dieser Aufgabe vom Präsidenten des SECAM, Erzbischof Laurent Monsengwo Pasinya von Kisangani (D.R. Kongo), vom Präsidenten der COMECE, Bischof Josef Homeyer von Hildesheim (Deutschland) und vom Apostolischen Nuntius in Portugal, Erzbischof Alfio Rapisarda, unterstützt wird. Der portugiesische Staatspräsident Jorge Sampaio wird die Teilnehmer des Kolloquiums, darunter 60 Bischöfe sowie hochrangige Experten aus Wirtschaft und Politik und Vertreter verschiedener kirchlicher und weltlicher Organisationen und Institutionen, in einer Eröffnungsansprache begrüßen.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Verantwortlichkeit Afrikas und Europas für die Entwicklung des afrikanischen Kontinents und mögliche neue Formen der Zusammenarbeit. In verschiedenen Arbeitsgruppen soll eine Analyse der verschiedenen Aspekte der afrikanischen Realität erstellt werden. Dabei geht es insbesondere um Auslandsverschuldung und interne Regierungsführung der einzelnen Länder, Dialog zwischen Religionen und Kulturen, Frieden und Konflikt sowie Gesundheit und Leben. Die Arbeitsgruppen werden Vorschläge ausarbeiten, die den Regierungen unterbreitet werden sollen, und dabei vor allem den möglichen Beitrag der Kirche zum Erlangen des Zieles einer weiteren Entwicklung des afrikanischen Kontinents erörtern. Insbesondere soll die Rolle des Dialogs zwischen Kulturen und Religionen bei der Lösung bestehender Problem und die mögliche Beteiligung der europäischen und afrikanischen Kirchen an der nachhaltigen Lösung der gewaltsamen Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent im Mittelpunkt stehen. Weiterer Gegenstand der Diskussion ist die Rolle der Kirche im Gesundheitswesen und als geistlicher Beistand für kranke und notleidende Menschen.
Das Arbeitspapier zur Vorbereitung auf das Kolloquium inspiriert sich vor allem am ersten politischen Gipfel von Vertretern aus Afrika und der Europäischen Union, das im April 2000 in Kairo (Ägypten) stattgefunden hatte und dessen Ziel die Überwindung kolonialer Strukturen und eine Gleichstellung der afrikanisch-europäischen Beziehungen mit den Beziehungen Europas zu Lateinamerika und Asien war. Der Gipfel von Kairo schuf dafür die institutionellen Grundlagen. Ein weiteres politisches Gipfeltreffen von politischen Vertretern aus Europa und Afrika, das Ende April 2003 ebenfalls in Lissabon stattfinden sollte, musste verschoben werden. Weitere Informationen sind unter www.comece.org und www.pt/africaeuropa. (MS) (Fidesdienst, 26/2/2003 - 37 Zeilen, 411 Worte)

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