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ASIEN/INDONESIEN - CHRISTLICHE; MUSLIMISCHE; HINDUISTISCHE UND BUDHISTISCHE RELIGIÖSE FÜHRER HEUTE BEIM PAPST: ZUSAMMENLEBEN IST MÖGLICH

Vatikanstadt (Fides) Es ist eines der Schlüsselländer im Schachbrett Südostasiens mit 220 Millionen Einwohnern, zu 90% Moslems. Ein Land, das im Laufe der letzten Jahre von sozialem und politischem Umbruch, sezessionistischen Spannungen, von Gewalt und interreligiösen Zusammenstössen und jüngst vom terroristischen Attentat in Bali durchkreuzt wurde, Ereignisse die das Land auf harte Probe gestellt haben. Dennoch ist in dieser so komplexen Nation wo die Beobachter die Gefahr der "Balkanisierung" aufgezeigt haben, ein Zusammenleben möglich: dies bezeugen wichtige religiöse islamische Führer des Landes sowie katholische und protestantische Bischöfe, hinduistische und budhistische Führer, die ein "National Moral Movement" gegründet haben, um eine gemeinsame Ethik für das Land zu fördern, ein Zeichen der Harmonie zwischen Gläubigen verschiedener Religionen zu setzen, die Rolle der Glaubensmänner zu symbolisieren indem sie Frieden und Wiederversöhnung bringen.
Das Forum wurde von den muslimischen Führern der grössten islamischen Organisation Indonesiens, Haszim Muzadi, Chef der Nadhlatul Ulama und Syafii Maarif von Muhammadiah, geführt. Ebenfalls gehören dazu der intellektuelle Muslim Nurcholish Madjid, der Protestant Nathan Setiabudi, der Hinduist Nzoman Suwandha, Der budhistische Mönch Supeno Alidjjurnawan, während der katholische Repräsentant Kardinal Julius Darmaatmadja, Erzbischof von Jakarta, ist.
Sprecher des Forums heute morgen war eben gerade der Kardinal, aus Anlass des Besuches der Delegation beim Heiligen Stuhl, während diesem die Führer ihren Willen bekräftigt haben, für die Wiedervereinigung und den Frieden unter den Gläubigen aller Religionen Indonesiens und der Welt zu handeln.
"Unser Forum" -erklärte Kardinal Darmaatmadja der Agentur Fides- "will unterstreichen, dass die Religion oft von anderen Subjekten genutzt wird, um eigene Ziele und Interessen zu erreichen, die Qualität und die Natur der Religion selbst opfernd, die für den Frieden, die Solidarität und die menschliche Entwicklung ist. Heute fühlen wir die Verantwortung mit lauter Stimme zu sagen, dass in einem möglichen Irakkonflikt, einige sagen könnten, dass es sich um einen Krieg zwischen Christen und Moslems handele. Stattdessen ist das was im Irak ausbrechen könnte kein Religionskonflikt. Aus diesem Grund unterstützen wir den Papst, der daran erinnert hat, dass der Krieg immer eine Niederlage der Humanität ist und die Zerstörung der Lebenskultur, der Solidarität und des menschlichen Respekts mit sich bringt."
"Wir haben uns mit allen anderen religiösen Führern vereint, damit die Ethik des Friedens und der Solidarität die Ethik Indonesiens und der Welt werden. Der Papst hat unsere vollste Unterstützung
um den Krieg zu verhindern", hat der Führer Hasyim Muzadi unterstrichen, während der intellektuelle Moslem Nurcholish Madjid besorgt ist, dass der Konflikt als Religionskonflikt interpretiert wird, mit einem folglichen Anstieg des Extremismus in Indonesien und der ganzen Welt".
"Wir sind davon überzeugt, dass die Vereinigten Staaten, heute einzige Superpotenz in der Welt nach dem Sturz des Kommunismus, der Welt eine Art globales Zeugnis von Weisheit geben müssen, keine Bemühungen auszulassen, um die Humanität zu schützen und zu verteidigen", sagte Syafii Maarif, Führer der "Muhammadiah", in Folge der "UNO- Beschlüsse , besonders der Nr.1441", hat Widodo Sutiyo, Botschafter der Republik Indonesien beim Heiligen Stuhl und Mit-Organisator der Reise der Führer, angefügt. "Unsere Regierung",- setzte er fort - "ist überzeugt, dass der Krieg keinem und in keiner Weise Wohltaten bringt, hauptsächlich in Indonesien, wo die Mehrheit der Bevölkerung Moslems sind." Der Protestant Nathan Setiabudi beendete folgendermassen:" Ich möchte auf die Einzigartigkeit unserer Bewegung hinweisen, die von Indonesien ausgeht, einem weltlichen Staat
, selbst wenn er die grösste moslemische Bevölkerung in der Welt aufweist. In Indonesien sind die verschiedenen Religionen nicht nur toleriert, sondern geniessen auch gleiche Würde mit den gleichen Rechten. Die Mehrheit der moslemischen Gläubigen in Indonesien sind moderiert und arbeiten in Harmonie. Unser Forum symbolisiert diesen Geist: die Kräfte müssen mit denjenigen vereint werden, die den Frieden für die Menschheit unterstützen." (PA) /Fides 20/02/2003)

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