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VATIKAN - PAPSTAUDIENZ FÜR BISCHÖFE AUS GAMBIA, LIBERIA UND SIERRA LEONE, ÄQUATORIALGUINEA UND GUINEA: INTERRELIGIÖSER DIALOG, MENSCHENWÜRDE, EVANGELISIERUNG UND BERUFUNGSPASTORAL GEHÖREN ZU DEN SCHWERPUNKTEN

Vatikanstadt (Fidesdienst) - Am 15. Februar empfing Papst Johannes Paul II. Bischöfe aus fünf afrikanischen Ländern (Gambia, Liberia und Sierra Leone, Äquatorialguinea und Guinea) in ad limina- Audienz.
"Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes, so wie es von der Kirche verkündet wird, sollte die Grundlage eurer Beziehungen zu den anderen christlichen Glaubensgemeinschaften sein", betonte der Papst bei der Audienz für die Bischöfe aus Gambia, Liberia und Sierra Leone. "Wie euch bekannt ist, kann das Wort Gottes auch grundlegender Ausgangspunkt für einen wesentlichen Dialog mit den Anhängern der traditionellen afrikanischen Religionen und des Islam sein…", so der Papst weiter. "Ich möchte auf die Notwendigkeit eines erneuerten Engagements für die Ausbildung von jungen Menschen und Laien hinweisen … und zusammen mit euch dem Herrn für das Geschenk der vielen Männer und Frauen danken, die in euren Ländern in der Katechese und bei der Ausbildung von Laien tätig sind. Sie sind wirklich das Salz der Erde und das Licht, das die anderen leitet. Diese ‚unersetzbaren Evangelisatoren' waren und sind das Rückgrat eurer christlichen Gemeinden, denn sie verkünden die Frohe Botschaft unter schwierigen und manchmal sogar gefährlichen Umständen", erklärte der Heilige Vater.
Zu den Bischöfen aus Äquatorialguinea sagte Papst Johannes Paul II.: "Wenn sich die Kirche für die Würde des Menschen und seine unveräußerlichen Rechte einsetzt, dann tut sie dies, um sicherzustellen, dass andere Menschen …nicht gegen diese verstoßen. … Eines der Hauptprobleme, der eure Ortskirchen gegenüberstehen, ist der Priestermangel. Aus diesem Grund ist eine angemessene Berufungspastoral und die Zusammenarbeit zwischen den einheimischen Priestern und Missionaren, die in den verschiedenen Gemeinden tätig sind, weiterhin dringend notwendig. Die Berufung zum Priesteramt und zum gottgeweihten Leben ist ein Geschenk Gottes; deshalb müssen wir dafür beten und dem Sendungsauftrag des Herrn (vgl. Mt 9,38) folgen. Wichtig ist auch, dass man auf starke und gesunde Familien zählen kann, die wahre Werte vermitteln. Dasselbe gilt für die kirchlichen Gemeinden, in denen die Figur des Hirten in angemessenem Maß geschätzt wird.", so der Heilige Vater.
"Die Herausforderungen der Evangelisierung sollen das Missionsbewusstsein der Kirche beleben und das Zeugnis der Christen fruchtbar machen" wünschte sich der Papst in seiner Ansprache an die Bischöfe aus Guinea. "Die Katholische Kirche ist in Guinea sehr lebendig. An glücklichen und an schwierigen Tagen in der Geschichte eures Landes und trotz der geringen Anzahl Gläubigen und den nur beschränkten Mitteln hat diese Kirche ein lebendiges Bewusstsein von ihrem Dasein als Sauerteig des Evangeliums bewahrt … Die Herausforderungen der Evangelisierung, denen die Kirche heute gegenübersteht, dürfen sie nicht einschüchtern, im Gegenteil, sie sollten ihr Missionsbewusstsein beleben und sie in einer zunehmend stärkeren Einheit mit Christus verwurzeln.", so der Heilige Vater. Der vollständige Wortlaut der Ansprachen des Papstes sind in Englisch und in Französisch sowie in der italienischen Übersetzung aus dem L'Osservatore Romano zugänglich unter www.fides.org. (SL) (Fidesdienst, 18/2/2003 - 40 Zeilen, 479 Worte)

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