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AFRIKA/MALAWI - REGIERUNG NÄHERT SICH DER POSITION DER KATHOLISCHEN KIRCHE BEI DER AIDSBEKÄMPFUNG

Lilongwe (Fidesdienst) - "Nur durch einen tiefen Wandel in der Kultur des Landes wird man in Malawi die Ausdehnung von Aids eindämmen können", so der als Missionar in Malawi tätige Jesuitenpater Dick Cremins im Gespräch mit dem Fidesdienst. Pater Cremins engagiert sich mit seiner Arbeit im Kampf gegen diese verheerende Infektionskrankheit. "Die Regierung hat ein Programm zur Aidsbekämpfung in die Wege geleitet, das, sollte es vollständig umgesetzt werden, die Ausdehnung der Krankheit einschränken oder sogar ganz stoppen könnte. Zu den Zielen des Programms gehört vor allem die Änderung der Geschlechtsgewohnheiten der jungen Menschen. Dabei soll die Enthaltsamkeit vor der Eheschließung und die Treue zwischen den Ehepartnern gefördert werden. Auf der anderen Seite ist die Verteilung und die Förderung der Benutzung von Kondomen vorgesehen. Leider wird der Akzent dabei vor allem auf die letztere Maßnahme gesetzt", so Pater Cremins. "Die katholische Kirche will durch die Gründung der Nichtregierungsorganisation FAMLI in Zusammenarbeit mit dem einheimischen Hilfswerk FASU und dem amerikanischen Mütterhilfswerk Maternal Life International das Regierungsprogramm in Übereinstimmung mit den Lehren der katholischen Kirche unterstützen", erläutert der Missionar das Engagement der Kirche.
"Als Mitarbeiter der Nichtregierungsorganisation sollen Laien und insbesondere Frauen versuchen, ein Netz von Erziehern aufzubauen, die anderen den respektvollen Umgang mit dem eigenen Körper und der eigenen Geschlechtlichkeit beizubringen sollen. Die Tatsache, dass Laien in entscheidendem Maß an der Initiative beteiligt sind, verleiht ihr eine besondere Qualität, denn als Ehepartner, die sich gegenseitig respektieren, haben sie vor allem für junge Menschen eine Vorbildfunktion", betont der Jesuitenpater. "An unserem Programm werden sich zunächst 6 Pfarreien der Diözese Lilongwe und 18 Pfarrgemeinden aus anderen Diözese sowie andere christliche Konfessionen beteiligen. Wir werden versuchen die Initiative auch auf andere Teile des Landes auszudehnen und dabei auch mit Muslimen und Hindus zusammenzuarbeiten.", so der Missionar über die Zukunftsperspektiven. Informationen zur Tätigkeit der Nichtregierungsorganisation FAMLI sind in Englisch zugänglich unter www.fides.org (LM) (Fidesdienst 17/2/2003 - 29 Zeilen, 371 Worte)

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