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ASIEN/KOREA - BISCHÖFE: "NEIN" ZUM KRIEG IM IRAK UND ZUR ATOMBOMBE IN NORDKOREA"

Seoul (Fidesdienst) - In einer offiziellen Verlautbarung sprechen sich die südkoreanischen Bischöfe gegen einen Krieg im Irak und gegen die Herstellung von Atomwaffen in Nordkorea aus. Das vom Vorsitzenden der Katholischen Bischofskonferenz Bischof Andreas Choi und dem Generalsekretär der evangelischen Kirche Song Yyel Seop unterzeichnete Dokument mit dem Titel "Wir wollen den Frieden, nicht den Krieg!" liegt dem Fidesdienst vor. Es folgt der vollständige Wortlaut in eigener Übersetzung:

"Der Friede ist die wichtigste Aufgabe, die die Menschheit erfüllen muss. Heute blickt die ganze Menschheit mit Angst auf die finstere Drohung des Krieges, der vor aller Augen ausbrechen wird.
Papst Johannes Paul II. hat seine Sorge zum Ausdruck gebracht und zum Gebet für den Frieden auf der ganzen Welt aufgerufen.
Der Friede kann nicht mit Waffengewalt oder internationalen Dekreten erreicht werden, sondern allein mit dem uneingeschränkten Willen zur Einstellung der Waffenproduktion.
Wenn die Staaten nur 1,1% ihrer Militärausgaben bereitstellen würden, dann könnte auf der ganzen Welt das Hungerproblem gelöst werden. Auf diese Weise wird es Frieden geben.
Man darf nicht im Namen des "Kampfes gegen den Terrorismus" tausende unschuldiger Menschenleben opfern! Wir verstehen nicht, warum die Vereinigten Staaten von Amerika einen Krieg gegen den Irak führen wollen. Ein Krieg führt zu weiteren Kriegen.
Wir schließen uns dem Heiligen Vater, den amerikanischen Bischöfen und unseren Brüdern im Bischofsamt im Nahen Osten an und appellieren: "Wir wollen den Frieden, nicht den Krieg!" Wir müssen geschwisterliche Toleranz unter Beweis stellen und Probleme friedlich lösen.
Wir erwarten uns von den mit der Vermittlung beauftragten Personen und dem Eingreifen der Vereinten Nationen Fortschritte für den Frieden.
Außerdem wünschen wir uns, dass Nordkorea keine von Atomwaffen herstellt, denn dies würde zu einer weiteren Spaltung unter dem koreanischen Volk führen.
Wir bitten Nordkorea von einer Bedrohung abzusehen, die die Situation weiter verschlechtert und zu größeren Spannungen führt, anstatt die Lösung der Krise durch den Dialog zu ermöglichen. Wir sollten einen Weg finden, der es uns ermöglicht, gemeinsam als Brüder zusammenzuleben und wir müssen zum Wohl aller zum Frieden finden.
Wir lassen Gewalt und Tod hinter uns, indem wir das Leben verkünden: diese Aufgabe müssen wir mit vereinten Kräften bewältigen.
Selig sind diejenigen, die für den Frieden arbeiten. Wir laden alle Gläubigen zum Gebet zu unserem Herrn Jesus Christus ein, der uns den Frieden lehrt, für unser Land und für die ganze Welt.
Wir bitten auch Maria, die Friedenskönigin, und Joseph, ihren Mann, um ihre Fürsprache.
Der Heilige Vater hat uns zum das Rosenkranzgebet für den Frieden auf der Welt eingeladen.
Inständig wollen wir für die Menschen guten Willens und für die ganze Welt beten"
(PA) (Fidesdienst 14/2/2003, 38 Zeilen, 437Worte)

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