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Vatikanstadt (Fidesdienst) - "In diesen Tagen hört
man überall auf der Welt gefährliche Kriegsrufe. Wir
Juden und Katholiken erkennen die dringende Sendung zu Gott, dem
Schöpfer und dem Ewigen, um Frieden zu beten", so die
Aufforderung des Papstes zum gemeinsamen Friedensgebet, mit der
er sich bei der Privataudienz im Vatikan am 13. Februar an den
Höchsten Rabbiner der Stadt Rom, Riccardo Di Segni, wandte.
"Der heutige Besuch gibt mir die Gelegenheit, den lebendigen
Wunsch der Katholischen Kirche nach einer Vertiefung der freundschaftlichen
Beziehungen und der gegenseitigen Zusammenarbeit mit der jüdischen
Glaubensgemeinschaft zum Ausdruck zu bringen", so der Papst.
"Wir müssen eingestehen, dass unserer Glaubensgemeinschaften
in der Vergangenheit nebeneinander gelebt und oft "eine bewegte
Geschichte" geschrieben haben, die in einigen Fällen
auch von Feindseligkeit und Misstrauen gekennzeichnet war. Das
Konzilsdekret Nostra Aetate, die schrittweise Umsetzung der Lehre
des Konzils und gegenseitige Gesten der Freundschaft haben in
den vergangenen Jahren dazu geführt, dass unsere Beziehungen
sich auf ein zunehmendes gegenseitiges Verständnis ausrichten".
Abschliessend erinnerte der Heilige Vater daran, dass der Ausdruck
"Shalom!" soviel bedeutet wie Heil, Glück und Harmonie.
Außerdem wies er darauf hin, dass der Friede ein Geschenk
Gottes sei, ein zerbrechliches Geschenk, dass er in die Hände
der Menschen gelegt hat, und "dass durch das Engagement unserer
beiden Glaubensgemeinschaften geschützt werden muss".
Der
vollständige Wortlaut der Ansprache des Heiligen Vaters ist
in Italienisch zugänglich unter www.fides.org. (SL) (Fidesdienst
14/2/2003 - 20 Zeilen, 245 Worte)
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