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Delhi (Fidesdienst) - Am 9. Februar beginnt in Indien eine Impfkampagne
zur Vorbeugung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) für
die 165 Millionen Kinder des Landes, in dem 85% aller neuen Krankheitsfälle
weltweit diagnostiziert werden. Über 1,3 Millionen freiwillige
Helfer und Sanitäter werden mit rund 200 Millionen Impfdosen
im Rahmen von Hausbesuchen alle Kinder des Landes im Alter unter
5 Jahren impfen. Um den Erfolg der Impfkampagne zu sichern wird
innerhalb von sechs Tagen ein Territorium abgedeckt werden müssen,
das größer ist als ganz Westeuropa. Mit der jetzigen
Impfkampagne soll eine Epidemie gestoppt werden, die im letzten
Jahr weite Teile Nordindiens überrollt hat. Im Jahr 2002
waren Indien und Nigeria die beiden Länder in denen die Zahl
der neu diagnostizierten Krankheitsfälle um ein beachtliches
Maß gestiegen war. Allein in Indien wurden in Indien 15.561
neue Krankheitsfälle diagnostiziert (85% aller neuen Krankheitsfälle
auf der ganzen Welt). Allein im nördlichen Unionsstaat Uttar
Pradesh mit seinen insgesamt 173 Millionen Einwohnern wurden 66%
aller Neuerkrankungen diagnostiziert.
Durch eine im Jahr 1988 durchgeführte Impfkampagne zur Vorbeugung
gegen eine Infektion mit dem Poliovirus konnte die Zahl der von
der Infektionskrankheit betroffenen Länder von 125 auf 7
gesenkt werden, darunter Indien, Nigeria (mit 187 Neuinfektionen
im Jahr 2002 im Vergleich zu 56 im Jahr 2001), Ägypten, Pakistan,
Afghanistan, Niger und Somalia. (AP) (6/2/2003 Fidesdienst; 17
Zeilen, 216 Worte)
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