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Bischof Elio Sgreccia im Gespräch mit dem Fidesdienst
Vatikanstadt (Fidesdienst) - "Mit dem Menschenleben dürfen
keine Geschäfte gemacht werden", mahnen die italienischen
Bischöfe in ihrer gemeinsamen Botschaft zum 25. Welttag für
das Leben am 2. Februar. Der Mensch sei kein Verbraucher, der
analysiert, manipuliert und benutzt werden dürfe, heißt
es in der Botschaft weiter. Im Gespräch mit dem Fidesdienst
erläuterte der Vizepräsident der Päpstlichen Akademie
für das Leben weshalb Geschäfte mit dem Menschen abgelehnt
werden sollten.
Worauf gründet die Forderung: "Keine Geschäfte
mit dem Menschenleben"?
Unter Geschäften mit dem Menschenleben sind nicht nur Prostitution
oder die verschiedenen Formen des sexuellen Missbrauchs an Kindern
zu verstehen. Leider gibt es auch andere ebenso schlimme Formen,
wie zum Beispiel die wissenschaftliche Forschung, wenn sie nicht
auf ethischer Grundlage stattfindet, oder Haushaltskürzungen
im Gesundheitswesen, die zu Lasten der Bürger gehen. Die
Vereinten Nationen debattieren gegenwärtig zum Beispiel über
die Nutzung eingefrorener menschlicher Embryonen für die
Stammzellenforschung. Diese Stammzellen gelangen dann auf den
Markt, auf dem sich Forschungslabore bedienen. Es heißt,
dass diese Stammzellen der Heilung von Krankheiten dienen, doch
das trifft nicht immer zu. Man muss nicht unbedingt ein menschliches
Wesen töten, um solche Zellen zu gewinnen, sie können
auch einem lebenden Menschen entnommen werden. Der Verkauf von
Embryonen, die in die Gebärmutter einer dafür bezahlten
Frau eingepflanzt werden, oder allein schon die Tatsache, dass
Frauen ihre Gebärmutter für fremde Embryonen "vermieten",
stellt ein solches Geschäft dar, das der künstlichen
Fortpflanzung dient. Subtilere Formen der Manipulation, sind Maßnahmen,
die auf das Gesundheitswesen einwirken. Niemand macht sich Sorgen
darum, wie es einem alten Menschen, der in ein Krankenhaus eingeliefert
wird, tatsächlich geht, oder wie es um arme Länder,
wie zum Beispiel in Afrika steht, wo es keine Medikamente gibt.
Dies alles wirkt sich auf das Gesundheitswesen aus und ich bin
froh, dass die Bischöfe in ihrer Botschaft auf diese verschiedenen
Formen hingewiesen haben. Wir müssen in diesem Zusammenhang
vor allem an die Menschenwürde appellieren, denn sie ist
der wichtigste Wert, den wir Menschen besitzen."
Der vollständige
Wortlaut der Botschaft der italienischen Bischöfe ist in
Italienisch zugänglich unter www.fides.org. (AP) (30/1/2003)
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