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Für unsere Kleinsten
Asien/Indien - Maßgebliche Mörder einer Menschenrechtlerin festgenommen; bischöfliche Justitia et Pax-Kommission engagiert sich für harmonisches Zusammenleben

Bombay (Fidesdienst) - "Sie engagierte sich vor allem für den Schutz der Rechte der Eingeborenen und insbesondere für deren Recht auf Landbesitz. Aus diesem Grund wurde sie ermordet. Sie war eine unbequeme Persönlichkeit, niemand hat sie in Schutz genommen. Nun hoffen wir auf die Justiz", so der Vorsitzende der Justitia et Pax-Kommission der Erzdiözese Bombay, Pater Allwyn D'Silva im Gespräch mit dem Fidesdienst zum Mord an Navleen Kumar im Juni 2002. Die mutmaßlichen Mörder wurden erst vor wenigen Tagen festgenommen und warten nun auf einen Prozess.
In den vergangenen Monaten hatte die Justitia et Pax-Kommission zusammen mit verschiedenen Menschenrechtsorganisationen wiederholt intensivere Ermittlungen in dem Mordfall gefordert. "Nachdem die Täter nun festgenommen wurden, hoffen wir dass auf dem Rechtsweg auch Gerechtigkeit geschaffen wird. Navleen Kumar war Hindu doch die Ideale, für die sie kämpfte, der Schutz von ethnischen Minderheiten, gehen über das religiöse Glaubensbekenntnis hinaus und werden auch von den Katholiken vertreten. Wir freuen uns, dass der Fall nun abgeschlossen werden kann."
Wie Pater Allwyn gegenüber dem Fidesdienst bekräftigt "wird die Kommission auch zukünftig mit anderen auch nichtkatholischen Organisationen zusammenarbeiten, denn Menschenrechte kennen weder Grenzen noch Ideologie. Unsere Kommission ist an mehreren Fronten tätig: wir arbeiten im Bereich der Erziehung und Bewusstseinsbildung zu Themen der Gerechtigkeit, des Friedens und des Umweltschutzes. Dafür haben wir auch ein Zentrum für Forschung und Dokumentation, das mit zahlreichen Wissenschaftlern zusammenarbeitet, die wertvolle Arbeit auf kulturellem Gebiet leistet. Wir haben ein Referat, das sich ausschließlich mit Menschenrechtsverstößen befasst und die Freiheit und die Würde des Menschen schützt. Ein weiteres Büro leistet Rechtsbeistand und ist für Veröffentlichungen zuständig. Unsere Hauptaufgabengebiete sind derzeit die Rolle der Frau, Umweltschutz, gesellschaftliche Ausgrenzung und die Bekämpfung der Armut. Es gibt viel zu tun: unsere Kommission hat 12 festangestellte Mitarbeiter und 12 weitere freie Mitarbeiter."
Pater Allwyn betont: "Ein Problem, mit dem wir uns jeden Tag konfrontiert sehen ist das soziale Zusammenleben: in Indien gibt es zurzeit gesellschaftliche und interreligiöse Unruhen, deshalb müssen wir sehr wachsam sein und bereit die Menschen durch Veranstaltungen und Veröffentlichungen zu sensibilisieren. Die christliche Glaubensgemeinschaft der Erzdiözese Bombay und auch in anderen Teilen Indiens ist auf diesem Gebiet sehr engagiert. Wir wünschen uns in einem laizistischen Staat ein friedliches Zusammenleben, das auf einer Kultur des Dialogs und der Toleranz basiert. (PA) (Fidesdienst 29/1/2003)

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