|
Khartum (Fidesdienst) - "Unsere Delegation möchte mit
eigenen Augen sehen, wie sich die Situation im Sudan nach der
Einleitung der Friedensgespräche zwischen Regierung und Guerillakämpfern
in Machakos (Kenia) entwickelt", so der Sprecher des mit
den seit langem in Sudan tätigen Comboni Misionaren assoziierten
italienischen Verbandes "Campagna Sudan", Paolo Ricotti,
im Gespräch mit dem Fidesdienst. "Unser Verband möchte
die Öffentlichkeit auf das Drama dieses Krieges aufmerksam
machen, der seit nunmehr 20 Jahren andauert und bei dem bisher
über 2 Millionen Menschen starben. Weitere 6 Millionen Menschen
mussten als Flüchtlinge ihre Heimat verlassen. Unsere Delegation
wird vom 28. Januar bis 7 Februar Khartum und andere Städte
im Nordsudan besuchen und sich dort auch mit Vertreter der Regierung,
der Kirche und der Presse zu Gesprächen treffen. Wir möchten
versuchen einen Dialog einzuleiten und gleichsam aber auch auf
Menschenrechtsverstöße hinzuweisen, wer immer sie begeht.
Wir vertreten seit langem die Ansicht, dass eine Konföderation
zwischen dem arabisch-islamischen Norden und dem christlich-animistischen
Süden zum Frieden führen könnte; nach einer Probezeit
könnten die Bürger des Landes mit einem Referendum darüber
entscheiden ob dieser Weg weiter beschritten werden soll oder
ob man sich für getrennte Wege entscheiden will. Damit befasst
man sich auch bei den Friedensgesprächen in Kenia".
Unterdessen wird aus dem Sudan von weiteren Unruhen berichtet:
Regierungseinheiten sollen Dörfer im Südsudan angegriffen
haben. Dabei soll die Stadt Leer nach heftigen Gefechten von den
Regierungstruppen eingenommen worden sein. (L.M.) (Fidesdienst
29/01/2003)
|