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Ozeanien/Papua Neuguinea - Vollversammlung der Katholischen Kirche eröffnet: Einheit und Individualismus, Magie und Aberglaube, Jugendliche und Familie, Neuevangelisierung sind nur einige der Themen

Mount Hagen - Vom 13. bis 19. Januar wurde im Seminar in Fatima (Diözese Mount Hagen/Papua Neuguinea) die Vollversammlung der Katholischen Kirche eröffnet. Den Vorsitz bei der Versammlung hatte Erzbischof Karl Hesse MSC von Rabaul. Unter den insgesamt 89 Teilnehmern waren neben den Mitgliedern des Veranstaltungsausschusses und den Bischöfen auch jeweils zwei Delegierte aus jeder Diözese und Vertreter der katholischen Verbände. Ziel der Veranstaltung war eine Analyse der Möglichkeiten zu Umsetzung der Richtlinien des am 22. November 2001 veröffentlichten Nachsynodalen Schreibens Ecclesia in Oceania, in dem die Ergebnisse der 1998 in Rom gefeierten Synode der Bischöfe Ozeaniens festgehalten sind.
In seiner Eröffnungsansprache bezeichnete der Apostolischen Nuntius, Erzbischof Adolfo Tito Illana die Gemeinschaft als Hauptziel des Weges der Kirche in Papua Neuguinea.
In den Arbeitspapieren wurden vor allem die verschiedenen Aspekte des gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens erläutert. Dabei wurden auch Probleme genannt, die auf Pfarrgemeinde- und Diözesanebene gelöst werden sollten, um allen Mitgliedern des Gottesvolkes eine Teilnahme am Analyse- und Beschlussfassungsprozess zu ermöglichen. Dabei standen vor allem der notwendige Wandel im Leben der Familien und der Kirche mit dem Ziel der zukünftigen Ausrichtung an den Werten des Evangeliums im Mittelpunkt.
In den verschiedenen Arbeitsgruppen wurden vor allem folgende Punkte erörtert, die einer Vertiefung bedürfen: Einheit und Individualismus; Magie und Aberglaube; Jugendliche und Familie, Notwendigkeit der Neuevangelisierung, Achtung grundlegender Menschenrechte; Ausbildung des einheimischen Klerus.
Die Arbeitspapiere sollen nach einer weiteren Überarbeitung in Pidgin übersetzt werden um sie einem möglichst breiten Publikum zugänglich zum machen. Die Arbeitsunterlagen sollen außerdem in thematische Bereiche aufgeteilt werden, so dass die einzelnen Diözesen jene Bereiche auswählen können, die für sie jeweils am meisten zutreffen.
Die Eröffnungssitzung der Generalversammlung war ein wichtiger Moment der Gemeinschaft des kirchlichen Lebens. Die Eröffnungs- und Schlussgottesdienste, an denen neben zahlreichen Gläubigen aus den verschiedenen Pfarreien der Diözese Mount Hagen auch Vertreter der evangelischen Pfarrgemeinden teilnahmen, fanden jeweils im Freien statt. Die Generalversammlung soll im Juli 2004 in Rabaul abgeschlossen werden. (S.L.) (Fidesdienst, 29/1/2003)

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