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Manila (Fidesdienst) - Die philippinischen Bischöfe haben
sich mit Nachdruck gegen einen Präventivkrieg im Irak ausgesprochen.
"Wir möchten den Appell des Papstes unterstützen",
so der Vorsitzende der Philippinischen Bischofskonferenz, Bischof
Orlando Quevedo, im Gespräch mit dem Fidesdienst. "Internationale
Probleme müssen durch Dialog und Verhandlungen, mit friedlichen
Mitteln gelöst werden. Ein Krieg könnte verheerende
Folgen für den ganzen Mittleren Osten haben. Die Vereinten
Nationen sollten sich für den Frieden einsetzen und vor allem
die Einheit in den eigenen Reihen bewahren: heute gibt es zu viele
verschiedene Positionen. Wir Bischöfe lehnen einen so genannten
Präventivkrieg auf jeden Fall ab. Auch wenn die Vereinten
Nationen zustimmen und damit eine Rechtsgrundlage für einen
Krieg schaffen sollte, bleiben wir der Ansicht, dass in es in
diesem Fall fast unmöglich sein wird die moralischen Kriterien
für einen gerechten Krieg zu erfüllen. Wir Christen
stehen auf jeden Fall auf der Seite der Liebe und des Friedens.".
Zum Abschluss ihrer 86. Vollversammlung haben die Philippinischen
Bischöfe am gestrigen 28. Januar eine gemeinsame Verlautbarung
mit dem Titel "Nein zum Krieg" veröffentlicht,
in der sie die Worte des Papstes in seiner Ansprache an die beim
Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten am 13. Januar zitiert:
"Der Krieg ist nicht immer unvermeidbar. Er ist immer eine
Niederlage für die Menschheit."
An die Vereinten Nationen und den amerikanischen Präsidenten
Busch wenden sich die Bischöfe mit der Bitte, den Inspektoren
für den Abschluss ihrer Arbeit "Zeit zu lassen".
"Ein Krieg im Iran hätte ernsthafte Folgen auf internationaler
Ebene
deshalb bitten wir mit Nachdruck um Frieden",
so die Bischöfe.
"Unser Herr Jesus", heißt es in der Verlautbarung
weiter, "hat uns gelehrt Freunde und Feinde zu lieben. Auch
der Papst fordert die ganze Welt auf "Nein zum Krieg"
zu sagen. Wir leben in einer einzigen Welt. Wir sind als Mitglieder
derselben Menschheitsfamilie unter den Augen Gottes voneinander
abhängig. Wir müssen unserer Unstimmigkeiten durch Verhandlungen
und Dialog, nicht mit gewaltsamen sondern mit friedlichen Mitteln
beilegen."
"Aus diesem Grund bitten wir die Führungskräfte
im Irak, bei den Vereinten Nationen und insbesondere in den Vereinigten
Staaten, mit Nachdruck und von ganzem Herzen, diese ernste Krise,
die zu einem Kriegsgrund zu werden droht, ohne Waffen zu lösen.
In dieser Phase der Menschheitsgeschichte, in der Angriffe und
Gegenangriffe mit extremer Schnelligkeit und mit Waffen von unglaublicher
Zerstörungskraft durchgeführt werden, die die Sicherheit
der ganzen Welt gefährden, ist es fast unmöglich, dass
die moralischen Voraussetzungen für einen gerechten Krieg
gegeben sind. Wenn man sich für einen Krieg entscheidet,
dann muss dies die letzt mögliche Lösung sein. Der Krieg
ist immer eine Niederlage für die Menschheit!"
Bischof Orlando Quevedo hofft, dass auch die philippinische Staatspräsidentin
Gloria Arroyo, wie sie bereits erklärt hatte, einen Angriff
auf den Irak nur auf der Basis einer UN-Resolution unterstützen
wird. Die philippinischen Behörden sind besonders besorgt,
da über eine Million philippinische Arbeitnehmer in Westasien
arbeiten, davon allein 600.000 in dem an Irak angrenzenden Kuwait.
"Auch für die Wirtschaft unseres Landes", so die
Bischöfe in ihrer Botschaft, "würde es ernsthafte
Folgen geben", so die Bischöfe in ihrer Verlautbarung.
Der
vollständige Wortlaut der Verlautbarung ist zugänglich
unter www.fides.org. (PA) (Fidesdienst, 29/01/2003)
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