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Taipeh (Fidesdienst) - Wie aus einer jüngsten Untersuchung
hervorgeht, stammen 46% der Jungendlichen, die Kriminaltaten begehen,
aus Scheidungsfamilien oder getrennt lebenden Familien. Der Verfall
der Familien bringt zahlreiche gesellschaftliche Probleme mit
sich: deshalb versucht die katholische Kirche vor allem durch
Programme der Familienpastoral und Beratungsstellen für zukünftige
Ehepaare dieser Tendenz entgegenzuwirken.
Erst vor kurzem wurde in Taiwan ein Gesetz verabschiedet, mit
dem Paare ermutigt werden, sich eingehend auf eine zukünftige
Ehe vorzubereiten. Mit einer Scheidungsrate von 39,5% gehört
Taiwan zu den asiatischen Ländern mit den meisten gescheiterten
Ehen. Nach offiziellen Angaben gibt es in Taiwan über 370.000
alleinerziehende Eltern.
Angesichts dieser Situation wurden in verschiedenen Pfarrgemeinden
Beratungszentren für Paare in der Krise eingerichtet, wo
solche Paare auch psychologisch betreut werden. Diese Beratungsstellen
werden auch von zahlreichen nichtkatholischen Paaren besucht.
Nach Ansicht der katholischen Anwältin und ehemalige Leiterin
des Büros für Soziale Angelegenheiten der Stadt Kaohsiung
(Südtaiwan), Frau Chiang Chi-wen, sollte der Sinn für
die christliche Ehe gefördert werden, der einen soliden Zusammenhalt
innerhalb der Paare garantiert. (PA) (Fidesdienst, (UcaNews 28/1/2003)
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