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Afrika/Cote d'Ivoire - Mario Giro von der Basisgemeinschaft Sant'Egidio bei den Friedensgesprächen: "Wir sind auf dem richtigen Weg für eine Rückkehr des Friedens"

Paris (Fidesdienst) - "Die am Freitagabend unterzeichneten Friedensvereinbarungen schaffen die Voraussetzungen für den Frieden in Cote d'Ivoire", bekräftigt Mario Giro, der als Vertreter der Basisgemeinschaft Sant'Egidio an den Friedensgesprächen in Masrcoussis bei Paris teilnahm, im Gespräch mit dem Fidesdienst. "Was besonders hervorgehoben werden sollte", so Mario Giro," ist die Tatsache, dass die Friedensvereinbarungen alle Punkte enthalten, die zum Ausbruch der Krise geführt haben: die Frage der Staatsbürgerschaft, die Beziehungen zwischen den Regionen im Norden und im Süden, usw.. Man hat versucht auf alle Fragen eine Antwort zu finden. Bei einigen Fragen mussten zwar Kompromisse geschlossen werden, doch es ist an sich schon positiv, dass man darüber diskutiert. Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis alle Streitigkeiten beigelegt sind, doch wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Alle Komponenten der Gesellschaft und der Politik werden Geduld haben und Ruhe bewahren müssen. Gleichsam wird weiterhin die Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft auf dem Weg zum Frieden notwendig sein.
Zu den jüngsten Protestkundgebungen gegen die Friedensvereinbarungen erklärt Mario Giro: "Diese Demonstrationen waren vorhersehbar. Extremisten, die keinen Frieden wollen verschwinden nicht von einem Tag auf den anderen und finden für ihre Theorien einen guten Nährboden unter den zahlreichen jungen Arbeitslosen, die sich leicht beeinflussen lassen. Doch ich nehme an, dass es sich dabei um einzelne Episoden handelt. Der Staatspräsident selbst hat sich feierlich für den Frieden und erklärt: ‚Kriege werden entweder durch einen Sieg oder durch Kompromisse beendet. Ich habe den Krieg nicht gewonnen', womit er Kompromissen den Weg bereitet."
"Der Krieg hat die Spaltung zwischen den Volkstämmen im Norden und im Süden des Landes verdeutlicht, wobei es sich jedoch nie um einen Religionskrieg gehandelt hat", bestätigt Mario Giro. "Der Erzbischof von Abidjan, Kardinal Agrè, hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die Auseinandersetzungen nicht zu einem Krieg zwischen den Religionen geworden sind. Die Basisgemeinschaft Sant'Egidio ist schon seit mehreren Jahren in Cote d'Ivoire tätig und wird dort weiterhin versuchen, Barrieren abzubauen, die zu einer Spaltung zwischen den Bürgern des Landes führen. (L.M.) (Fidesdienst 27/1/2003)

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