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Afrika/Cote d'Ivoire - Anhänger des Präsidenten Gbagbo protestieren gegen Friedensvereinbarungen

Abidjan (Fidesdienst) - "In den vergangenen Tagen war es in Abidjan erneut zu Spannungen gekommen", so eine örtliche Quelle gegenüber dem Fidesdienst. "Nach der Unterzeichnung der Friedensvereinbarungen zwischen dem Staatspräsidenten und den Rebellen in der vergangenen Woche in Frankreich, hatten sich die Anhänger des Präsidenten zu öffentlichen Protestkundgebungen versammelt. Nach Ansicht der Demonstranten wurden zu große Zugeständnisse an die Rebellen gemacht. Da man dafür Frankreich verantwortlich macht, wandten sich die Proteste vor allem gegen französische Einrichtungen: die französische Botschaft, die Kaserne der in Cote d'Ivoire stationierten französischen Truppen, ein französisches Einkaufszentrum und Privatwohnungen. Ein Brandanschlag wurde auch auf das Konsulat von Burkina Faso, dem man vorwirft, die Aufständischen zu unterstützen. Von militärischen Handlungen oder Verstößen gegen das Waffenstillstandsabkommen ist jedoch nichts bekannt. In der von den Rebellen kontrollierten Stadt Bouake im Norden des Landes wurde die Unterzeichnung des Friedensabkommens gefeiert".
Die jüngst unterzeichneten Friedensvereinbarungen sehen ein Verbleiben des bisherigen Staatspräsidenten Gbagbo in diesem Amt bis zum Ablauf des Mandats vor. Außerdem soll eine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden, der Vertreter aller Parteien angehören. Dieser Regierung soll auch Neuwahlen vorbereiten, deren Grundlagen im Text der Vereinbarungen festgelegt und als "glaubhaft und transparent" bezeichnet werden. Am Samstag, den 25. Januar, wurde Seydou Diarra zum Premierminister der neuen Regierung ernannt. Die Anhänger Gbagbos und Vertreter lehnen jedoch die in den Vereinbarungen vorgesehene gleichzeitige Waffenabgabe von Rebellen und Regierungssoldaten ab. "Die Soldaten der Regierungseinheiten fühlen sich gedemütigt, weil sie mit den Aufständischen gleichgestellt werden, die versucht haben, mit Gewalt an die Macht zu gelangen", so die einheimische Quelle gegenüber dem Fidesdienst. (L.M.) (Fidesdienst, 27/1/2003)

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